Sunshines Mutter lebt und arbeitet schon viele Jahre in England. Die Tochter schreibt ihr Briefe, sie nennt sie „Tante Jen“. Sunshine erzählt in den Briefen, was sie erlebt mit der Grossmutter (Ma), dem Grossvater (Gramps), mit Verwandten und anderen Menschen.
Auch der Vater taucht einmal auf, ein Angebertyp. Sunshine führt ein Gespräch mit der Mutter, ein ziemlich einseitiges. Lange Zeit erhält sie keinen Brief, keine Foto von ihr, die sie sich so sehr wünscht. Lustige und traurige Erlebnisse sind es, die Sunshine ihrer Mutter schildert. Die Tochter reagiert mit Enttäuschung und Wut, als „Tante Jen“ auch an Weinachten nicht zu Besuch kommt.
Als die Mutter dann zu Ma’s Beerdigung erscheint, liegt Sunshine krank im Bett. Die Begegnung kommt nicht zustande. Zwar schreibt jetzt auch die Mutter ein paar Briefe, sie versucht der Tochter das schwierige Verhältnis mit ihrem neuen Mann in England zu erklären. Aber Sunshine ist verletzt und mag sich auch nicht mehr über das Foto freuen, das einem Brief beigelegt ist. „Du siehst ganz anders aus als ich dachte“, kommentiert sie trocken.
20 Jahre später beginnt Sunshines Tochter April einen Briefwechsel mit der Grossmutter.
Heinz Beetschen
Von Paulette Ramsay
Eine Erzählung in Briefen aus Jamaika
ab 12 Jahren, 128 Seiten Fr. 23.--
Atlantis Verlag / Baobab, 2005