Unsere Arbeit in Zimbabwe

Kinder und Jugendlich lernen im Freien für die Schule.
In Zimbabwe zählt die Meinung der Jugendlichen wenig. Sie leben oft mit den Folgen von HIV/Aids, der Tabuisierung Betroffener und gesellschaftlicher Ausgrenzung. Ohne Zukunftsperspektiven gehen viele in die Migration.
In Zimbabwe machen die unter 35-Jährigen über 60 Prozent der Bevölkerung aus. Doch auf gesellschaftlicher Ebene haben sie in dem Land, wo die Altershierarchie eine starke Rolle spielt, kaum Mitsprachemöglichkeiten. Und die Regierungspartei Zanu-PF fördert vor allem Jugendliche, die sie politisch instrumentalisieren kann. Anderen bleibt der Weg zu weiterführender Bildung oft versperrt. Von der hohen Arbeitslosenquote (80 Prozent) sind denn auch die Jugendlichen am stärksten betroffen. Der Mangel an Zukunftsperspektiven treibt viele in die Migration nach Botswana oder Südafrika, wo sie meist in grosser Armut und ohne Rechte leben.

HIV/Aids: allgegenwärtig und totgeschwiegen
Ein weiteres grosses Problem ist HIV/Aids. Obwohl die Gesamtzahl der infizierten Menschen im letzten Jahrzehnt von 26 auf 15 Prozent gesunken und antiretrovirale Therapien grundsätzlich für alle kostenlos verfügbar sind, bleibt die Zahl betroffener Kinder und Jugendlicher weiterhin sehr hoch. Zudem leben unzählige Waisen in Kinderhaushalten ohne Erwachsene oder bei den Grosseltern. Dazu kommt, dass HIV/Aids in Simbabwe ein grosses Tabu ist, über das kaum gesprochen wird. Betroffene riskieren die gesellschaftliche und soziale Ausgrenzung. Deshalb verbergen viele ihre Krankheit so lang wie möglich – was wiederum die Prävention erschwert.

Zuversicht um eine Zukunft aufzubauen
Partnerorganisationen von terre des hommes schweiz vermitteln Jugendlichen in Zimbabwe Wissen und Fähigkeiten. Sie bieten ihnen die Möglichkeit, ihre eigenen Ressourcen kennenzulernen und auszuschöpfen - damit sie Zuversicht schöpfen, dass es für sie in Simbabwe eine Zukunft gibt, und sie den Mut fassen diese mitzugestalten.
Das Logo von Youth2Youth

Youth2Youth

Wenn Jugendliche Jugendlichen helfen

terre des hommes schweiz setzt bei der Arbeit in allen Ländern auf die Stärken der Jugendlichen. Darum wurde das Ausbildungsprogramm Youth2Youth entwickelt, das zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Ein Jugendlich wird Hilfe seiner Freunde durch einen spinnennetzartigen Seilaufbau hindurchgereicht.

Projekte in Zimbabwe

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