Children Win

Changing the game of mega sporting events

Haus mit einer eingerissenen Wand. Durch die Wand sieht man ein Olympia-Stadion.
Südafrika und Brasilien waren die letzten Austragungsorte der Fussballweltmeisterschaft. Die letzten Olympischen Spiele fanden in Rio de Janeiro statt. In beiden Ländern unterstützt terre des hommes schweiz Projekte, welche die Zukunftsperspektiven benachteiligter Jugendlicher verbessern sollen.
Sportliche Grossereignisse gehen einher mit vielen Versprechen von positiven Effekten für die Entwicklung eines Landes. Die Erfahrungen unserer Partnerorganisationen zeigen uns aber, dass diese Versprechen aus der Perspektive der Jugendlichen und Kindern nicht gehalten werden. Die WM 2014 in Brasilien brachte nicht nur Spass und Spiel. Zehntausende waren betroffen von Zwangsumsiedlungen, die Polizeigewalt gegen Jugendliche in Favelas nahm zu und Proteste gegen diese Missstände wurden gewaltsam niedergeschlagen. Beim Bau der Stadien wurde der Staatshaushalt erheblich belastet und viel Geld verschwendet, das für Verbesserung des Bildungs- und Gesundheitssystem dringen nötig wäre.
 
Analysieren und öffentlich machen
Die Internationale Föderation Terre des Hommes, die Dachorganisation aller Terre des Hommes-Organisationen, hat deshalb im Februar 2014 eine Kampagne lanciert, bei der es um die Rechte von Kindern im Kontext von sportlichen Grossanlässen geht. Mit dem europaweiten Kampagne "Children Win – Changing the game of Megasporting Events" dokumentieren und analysieren die Terre des Hommes Organisationen systematisch die Auswirkungen von Fussballweltmeisterschaften und Olympischen Spiele auf Kinder und Jugendliche.
 
Verbesserung der Vergabepraxis
Children Win fordert, dass bei den Vergabeverfahren für zukünftige Sport-Grossveranstaltungen eine sorgfältige Prüfung der Risiken und Chancen für Kinder und Jugendliche stattfindet. Die FIFA, das Internationale Olympische Komitee (IOC) und die Regierungen der Austragungsländer werden in die Pflicht genommen. Ziel ist es Kinder künftig vor jeglicher Form von Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung vor, während und nach einem sportlichen Grossevent zu schützen. Statt davon benachteiligt zu sein, sollen sie im Gegenteil vom Potenzial und den Möglichkeiten solcher Events profitieren können.
 
Mehr Informationen, Videos und Dokumentationen finden Sie auf der Website von Children Win.

Rio 2016 : Meine Heimat wird zerstört um Platz für den Olympischen Park zu schaffen

Naomy sieht dem Bagger zu, wie dieser Wände eines zerstörten kleinen Hauses in einen Container lädt.
"Ich bin Naomy, ein 12-jähriges Mädchen aus der Vila Autodromo. Ich habe zusehen müssen, wie alles, was ich liebe, niedergewalzt wurde. Nur um Platz für den Olympischen Park 2016 zu machen. Ihr habt es wohl auch in den Zeitungen gesehen: meine Heimatsiedlung ist im Vorfeld der Olympischen Spiele in Rio von Zwangsumsiedlungen betroffen. Ich hätte mir nie gedacht, dass wir das durchleben müssen. Jede Mauer, die sie niederreissen, ist ein Teil unseres Lebens hier."

Wir können es nicht zulassen, dass die ganze Siedlung verschwindet!

 

Die UNO hört zu

Ein kurzer Film von Children Win über den Besuch von Maria da Penha und Ana Paula Gomes de Oliveira beim UNO Menschenrechtsrat.
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Unsere Berichterstattung zu Rio 2016

Ana Paula Gomes de Oliveira mit ihrer erhobenen Faust vor dem Gebäude der UNO. Hinter iher die Fahnen der Mitgliederländer.
"Für mich stellt die Möglichkeit der UNO und dem IOC meine Geschichte zu erzählen einen grossen Sieg dar. Es ist ebenso eine grosse Verantwortung, weil ich tausende brasilianische Mütter repräsentiere, die ihre Söhne durch Polizeitötungen verloren haben."
Im Interview mit terre des hommes schweiz
Ana Paula Gomes de Oliveira aus Rio

Was Rio nicht möchte, dass man es sieht


von Vox Media

Maria da Penha vor dem Gebäude des IOC in Lausanne.
"Ich kämpfe dafür, dass sich diese Vorgänge in anderen Ländern nicht wiederholen. Dafür, dass BürgerInnen in anderen Ländern nicht von sportlichen Grossereignissen gleich betroffen werden und ihr Recht auf Wohnen respektiert wird."
Im Interview mit terre des hommes schweiz
Maria da Penha aus Rio
Viele bunte Häuser nebeneinander gezeichnet.

100 Geschichten, 100 Zwangsräumungen und 100 zerstörte Häuser

Auf der Website apublica.org sind 100 Interviews mit Einwohnern zusammengestellt, die von Zwangsumsiedlung betroffen sind.