(Der folgende Text stammt von Lena Heizmann und Samuel Sieber vom imagine-Team. Aus der Festival-Zeitung "imagazine.")
Der diesjährige Slogan «Tous les mondes de tous» von imagine, dem Festival gegen Rassismus meint zweierlei:
Zunächst:
«Tous les mondes» – «Alle Welten»: Es gibt so unterschiedliche Welten – sie zu einer friedlicheren, gerechteren EINEN Welt zu machen, daran müssen wir alle gemeinsam arbeiten. Wenn wir alle in unserem eigenen Umfeld etwas verändern, ist auch eine grosse Veränderung möglich.
Dann:
«Le monde de tous»: Gehört die Welt wirklich allen? Ein kleiner Teil der Weltbevölkerung besitzt den grössten Teil der Ressourcen, während der grösste Teil der Menschen von den Abfällen des kleinsten Teils leben muss. Da stimmt doch was nicht!
Vorurteile und Verurteilungen
imagine versucht, alltägliche Handlungen zu hinterfragen und deren Auswirkungen aufzuzeigen. Wenn uns etwas Neues, Unbekanntes begegnet, bilden wir uns immer sofort eine Meinung darüber. Wir urteilen – meist unbewusst – über Dinge oder Menschen, die uns fremd erscheinen. Dabei wird automatisch eingeteilt in «gut» oder «böse», in «richtig» oder «falsch», in «schön» oder «hässlich», in «schwarz» oder «weiss», in «Süden» oder «Norden».
Diese Einteilung geschieht im Kopf und ist oft der Anfang einer ausgrenzenden oder rassistischen Haltung. Es ist schwierig, ja fast unmöglich, Neues vorurteilslos und ohne zu verurteilen anzusehen. Doch ist es möglich, die eigenen Vorurteile und Verurteilungen im eigenen Kopf zu erkennen.
Sich seiner Gedanken bewusst zu werden, ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Hier setzt imagine mit der Bekämpfung von Rassismus und Ausgrenzung an. Am Festival auf dem Barfüsserplatz, an den Workshops und Vorveranstaltungen und mit imagine international auch weltweit.
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