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Hausmädchen: Ein globales Problem braucht globale Lösungsansätze

Weltweit arbeiten 350 Millionen Kinder. 250 Millionen sind jünger als 14 Jahre, die Mehrheit sind Mädchen. Und sie arbeiten meist als Hausmädchen. Deshalb ist die Kampagne 2004 von terre des hommes schweiz den Hausmädchen gewidmet.

Sie arbeiten bis zu 15 Stunden am Tag, haben keine Freizeit, oft keinen Lohn, gehen kaum zur Schule. Gewalt und Ausbeutung prägen ihren Alltag. In den Ländern des Südens genau so wie in Europa und in der Schweiz.

An einer Tagung von terre des hommes schweiz zur Situation der Hausmädchen mit Fachleuten aus Brasilien, Tansania, Frankreich und der Schweiz wurde deutlich, dass minderjährige Hausangestellte überall auf dieser Welt skrupellos ausgebeutet werden.

Auch in der Schweiz, wie eine eigens in Auftrag gegebene Studie feststellte.

Noch vor zehn Jahren wurde ausgelacht, wer Sklaven ähnliche Arbeitsverhältnisse in Europa einklagte. Recherchen in Frankreich und in der Schweiz lassen heute die Lacher verstummen. Mädchen aus dem Süden, die als minderjährige Hausangestellte in Haushalten des Nordens in ausbeuterischen Verhältnissen arbeiten, sind eines der Phänomene der globalisierten Armut. Und im Süden sind die Mädchen, die sich in Haushalten verdingen müssen immer jünger.

Die Tagung machte deutlich: Es gibt in der Hausmädchen-Problematik globale Zusammenhänge.

Wenn zum Beispiel in Tansania der Kaffeemarkt zusammenbricht, weil multinationale Unternehmen aus Brasilien den Markt mit Billigkaffee überschwemmen, verlieren in Tansania Tausende ihre Jobs, Familien verelenden und alimentieren die Elendsvierteln und das Reservoir für billige und auszubeutende Arbeitskräfte.

Deshalb müssen Lösungsansätze auch global angegangen werden. Und sich auch daran orientieren, dass diese Mädchen oft auf vier Ebenen diskriminiert werden: Auf Grund ihrer Rasse, ihres Geschlechts, ihrer sozialen Herkunft und ihrer Arbeit.

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