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Hausmädchen: Von der Armut in die Ausbeutung

Ayanda (Südafrika)
Ayanda ist 15, die Schule hat sich nach der sechsten Klasse verlassen. Sie wurde in Kimberly von einer Agentin überzeugt, dass sie in Kapstadt eine Stelle als Hausmädchen kriegt und 900 Rand (160 Franken) im Monat verdienen wird. Das war vor neun Monaten, der Lohn wurde bei Arbeitsbeginn auf 500 Rand (90 Franken) gekürzt, und wurde ihr nie ausbezahlt. Die Arbeitgeberin sagt, es werde auf ein Bankkonto überwiesen, doch Ayanda kriegt keinen Beleg dafür. Ihr Arbeitstag dauert von sieben Uhr morgens bis sieben Uhr abends, ohne Pause und ohne Freitage.

Sie lebt bei ihrem Arbeitgeber im Haus, doch sie werde wie ein Sklave behandelt. Sie darf nicht am selben Tisch essen und kriegt Kornbrei. An einem Tag in der Woche muss sie zusätzlich für die Mutter des Hausherrin arbeiten, die sie auch nicht bezahlt. Ihre Familie weiss nicht, unter welchen Bedinungen Ayanda arbeiten muss. Sie hofft, Ende Jahr nach Hause zu dürfen. Sonst will sie davon laufen.

(Interview: terre des hommes schweiz, September 2001)










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