Kinderhandel und was dagegen unternommen werden muss.
Eine neue Publikation der Internationalen Föderation terre des hommes
Mehr als eine Million Kinder werden jährlich gehandelt, mehr als 100'000 sind es jeden Monat. Sowohl in Westeuropa und Nordamerika als auch in Afrika, Asien dem Mittleren Osten und Lateinamerika werden regelmässig Fälle von Kinderhandel gemeldet.
Im Vorwort dieser neuen Studie bemerkt Graça Machel, dass viele Menschen gehandelten Kindern an Flughäfen oder auf der Strasse schon begegnet sind, ohne zu realisieren, woher sie kommen oder was ihnen eben gerade widerfährt. Weiter fügt sie an, dass es absolut unerlässlich ist, effizientere Formen der Handlungen gegen Kinderhandel zu fördern. „Denn Kinder sind Blumen, und es sollte nie erlaubt werden, dass sie vertrocknen“.
„Kinder als Ware? Kinderhandel und was dagegen unternommen werden muss“ beschreibt das Gewerbe, Kinder ihrem Zuhause und ihrer Familie zu entreissen, sie an einen anderen Ort zu verschleppen, oftmals über die Landesgrenzen hinweg und teilweise sogar in einen anderen Kontinent, damit sie anderen Menschen zu Nutze sind, dies meistens zu kommerziellen Zwecken. Die Studie handelt von den Verbrechen gegen Kinder und das Muster der Menschenrechtsverletzungen, die in massivem Grade begangen werden. Die Verbrechen und Missbräuche sind nichts Neues, aber es gibt Anzeichen dafür, dass das Problem grösser geworden ist und dass die Regierungen es ignorieren oder zu wenig dagegen unternehmen.
Die Studie erklärt die Komplexität des Kinderhandels und stellt fest, dass die verschiedenen Muster von Handel und Ausbeutung zwar richtig eingeschätzt werden, die Gegenmassnahmen aber selten greifen. Der Autor untersucht die Reaktion der Regierungen und macht insbesondere auf die Massnahmen der Nichtregierungs-Organisationen (NGOs) aufmerksam. In vielen Situationen, so die Studie, ist die offensichtlichste Massnahme nicht die für die betroffenen Kinder günstigste.
Der Autor der Studie, Mike Dottridge, arbeitete über 25 Jahre in diverse Menschenrechts-organisationen.
Der Bericht wird im Rahmen der weitergehenden, im Jahre 2001 von Terre des Hommes lancierten internationalen Kampagne gegen Kinderhandel publiziert.
Für mehr Informationen kontaktieren Sie bitte:
Eylah Hamouda
Koordinatorin IFTDH
Tel. +41 (0)22 736 33 72
