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Die Hausmädchen-Projekte von terre des hommes schweiz

Südafrika

Den Hausmädchen eine Stimme geben
ANEX, das von uns initiierte Netzwerk in der Region Kapstadt, bringt die Situation von Hausmädchen ins Gespräch:

  • Ein Wandertheater zeigt auf, dass die Ausbeutung von Kindern als Arbeitskraft illegal ist.
  • In Zusammenarbeit mit Medien und Behörden werden Fälle von Misshandlung aufgegriffen und öffentlich gemacht.

Die Arbeit wird auch auf ländliche Gebiete ausgedehnt. Hier werden die Mädchen von Händlern rekrutiert. Als Resultat einer Konferenz mit VertreterInnen von Ministerien und Organisationen wurde eine nationale Task-force gebildet, die unter der Leitung von ANEX eine Strategie zur Bekämpfung des Handels mit minderjährigen Hausangestellten erarbeitet.

Brasilien

Kampagne gegen sexuelle Gewalt an Hausmädchen
In Salvador de Bahia sind über 27 Prozent der arbeitenden Kinder Hausmädchen.

Jedes zehnte Mädchen wird sexuell ausgebeutet.

Unsere Projektpartnerinnen vom CEAFRO haben deshalb eine breit angelegte Sensibilisierungskampagne gegen sexuelle Gewalt an Hausmädchen lanciert. Sie organisieren Tagungen mit PolitikerInnen und Mitgliedern der Jugendräte und bilden minderjährige Hausangestellte als Promotorinnen aus, die mit Strassenaktionen auf die Problematik aufmerksam machen.

Denn Bewusstsein ist der erste Schritt, damit Hausmädchen Schutz und Unterstützung finden.

Tansania

Schulbildung und faire Arbeitsbedingungen
Unsere Partnerorganisation KIWOHEDE führt in Dar es Salaam ein Zentrum, wo Hausmädchen Unterstützung finden, Rat holen und Freundschaften knüpfen. Es werden auch informelle Schulklassen geführt und handwerkliche Kurse angeboten.

Dem Zentrum angeschlossen ist zudem ein Drop-in Center, in dem Mädchen in Notsituationen kurzfristig aufgenommen werden.

Auf unsere Initiative hat sich eine wachsende Gruppe von ArbeitgeberInnen zusammengeschlossen. Sie wollen den Mädchen faire Arbeitsbedingungen bieten und die Rechte von Hausmädchen bei anderen ArbeitgeberInnen in ihrem Quartier zum Thema zu machen.

Peru

Bessere Zukunftschancen durch Weiterbildung
Im Zentrum «Casa de Panchita» in Lima können sich die Hausmädchen treffen, sich austauschen, Unterstützung holen und Kurse besuchen: Die Kenntnisse in Computeranwendung und Englisch, in Kinderpflege oder Kochen erhöhen die Chancen auf eine bessere Arbeitsstelle.

Viele der Mädchen kamen aus ländlichen Provinzen nach Lima und haben den Kontakt zu ihrer Familie verloren.

Nun sorgt unsere Partnerorganisation zusammen mit Bürgermeistern aus der Region Ayacucho dafür, dass die Verbindung zu ihren Familien wiederhergestellt wird, und informiert die ländliche Bevölkerung über die Gefahren und die Folgen für die Mädchen, wenn sie jung in die Stadt gehen, um als Hausmädchen zu arbeiten.

Moçambique

Aufbau von Projekten für Hausmädchen
In der Hauptstadt Maputo leben unzählige Hausmädchen in fremden Haushalten. Sie leiden unter miserablen Arbeits- und Lebensbedingungen.

Das sind die ersten Resultate einer Studie unserer Partnerorganisation RENASCER.

Viele der Mädchen sind auf sich selbst gestellt, weil sie Kriegswaisen sind oder ihre Eltern durch Aids verloren haben. Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation erarbeiten wir nun Strategien und Projekte, um diese Mädchen vor Ausbeutung zu schützen.

Schweiz

Fazit einer Recherche
Auch in der Schweiz gibt es minderjährige Hausangestellte – so das Fazit einer Recherche, die wir in Auftrag gegeben haben. Die hier lebenden Hausmädchen stammen, abgesehen von Au-pairs, die in kontrollierten Familien leben, aus den Ländern des Südens.

Sie erhalten wenig bis keinen Lohn, arbeiten unter prekären Bedingungen, haben kaum Alternativen und sind Willkür und sexueller Ausbeutung der Arbeitgebenden ausgesetzt. Mit der Tagung zum Thema vom 21. Oktober hat terre des hommes schweiz auf ihre Situation aufmerksam gemacht. Mit der Sensibilisierung von Öffentlichkeit und Behörden wollen wir erreichen, dass das Problem wahrgenommen wird und minderjährige Hausangestellte unterstützt werden, damit sie sich gegen Ausbeutung wehren und ihre Rechte einfordern können.

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