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Die Organisation

terre des hommes schweiz: eine politisch engagierte Entwicklungsorganisation

terre des hommes schweiz versteht sich als eine politisch engagierte Entwicklungsorganisation. Sie unterstützt die wirtschaftliche, politische und soziale Selbstbestimmung der Menschen in den Entwicklungsländern und steht einer auf ausbeuterischen Wirtschaftsbeziehungen und politisch-militärischer Repression basierenden Globalisierung kritisch gegenüber.

Wir sind Mitglied der Internationalen Föderation Terre des hommes, eines Zusammenschlusses von Terre-des-hommes-Organisationen in zahlreichen Ländern. Bei terre des hommes schweiz gibt es eine deutschschweizerische und eine westschweizerische Sektion mit je einem Sekretariat in Basel und Genf, einem Vorstand und regionalen Arbeitsgruppen.

terre des hommes schweiz ist ein politisch und konfessionell neutraler Verein.

Auf der Geschäftsstelle in Basel arbeitet ein Team von 18 Angestellten mit einer Geschäftsleitung und zusätzlich 7 Nachwuchsstellen für das Projekt imagine. 30 bis 40 unbezahlte MitarbeiterInnen unterstützen die Organisation im Vorstand oder im Sekretariat mit stunden- oder tageweisen Einsätzen. Das hilft uns, die Verwaltungskosten niedrig zu halten.

Die Terre des hommes-Bewegung in der Schweiz
Eine Reportage über das Elend in Flüchtlingslagern während des Algerienkrieges ist für Edmond Kaiser Anlass, 1960 das Hilfswerk Terre des Hommes zu gründen, um Kindern in Not schnell und direkt zu helfen. Hunderte von schwerkranken Kindern kommen aus dem Kriegsgebiet Algerien zur Pflege in die Schweiz. In den Folgejahren organisiert Kaiser weitere Aktionen, auch vor Ort, für Kinder in Vietnam, Biafra, Bangladesh, Palästina, Kambodscha und Libanon.

Parellel zu diesen Aktionen bilden sich Terre des hommes-Arbeitsgruppen in der Schweiz, unter anderem in Genf und Basel, die sich zu einer nationalen Bewegung formieren. Gleichzeitig entstehen weitere Terre des hommes-Bewegungen in Frankreich, Deutschland, Holland, Belgien und Luxemburg. Sie schliessen sich im Jahre 1966 zur „Internationalen Föderation Terre des hommes“ (TDHIF) zusammen.

Unterschiedliche Vorstellungen zwischen Arbeitsgruppen-VertreterInnen und Edmond Kaiser bezüglich der Strukturen und der zukünftigen Entwicklungsarbeit führen an der Generalversammlung von Terre des hommes Schweiz im April 1972 zur Trennung. Kaiser führt seine Aktivitäten unter dem Namen Terre des hommes von Lausanne aus weiter, indem er formell einen neuen Verein gründet. 1988 wird dieser Verein in eine Stiftung mit Sitz in Lausanne umgewandelt, die die gesamte Schweiz abdeckt. Die schweizerischen Arbeitsgruppen in Genf und Basel führen die Arbeit unter dem bisherigen Namen Terre des hommes Schweiz weiter und schliessen sich als unabhängige Organisationen zu einem Dachverband zusammen: terre des hommes schweiz mit Sitz in Basel ist für die Deutschschweiz zuständig, Terre des Hommes Suisse mit Sitz in Genf für die Romandie und das Tessin.

Seit dieser Zeit treten gesamtschweizerisch zwei Organisationen mit praktisch demselben Namen an die Öffentlichkeit:
- Terre des hommes – Kinderhilfe (Tdh)
- terre des hommes schweiz/Terre des Hommes Suisse.

Sowohl die Stiftung wie auch die beiden Vereine des Dachverbandes haben sich seit der Trennung bezüglich Betriebs- und Arbeitskultur, Programm- und Inhaltsentwicklung und Fundraising zu eigenständigen und rechtlich und finanziell unabhängigen Institutionen entwickelt. Sie arbeiten in komplementären Bereichen:

  • terre des hommes schweiz, Basel, hat sich in Zentral-, Südamerika und Afrika auf die Ansprechgruppe „Jugendliche“ spezialisiert. Die Projekte werden von Partnerorganisationen entwickelt und umgesetzt. Schwerpunktthemen sind psychosoziale Unterstützung, Gewaltprävention und Jugendpartizipation. In der Schweiz entwickelt die Organisation Sensibilisierungsprogramme für Jugendliche zum Themenkreis Rassismus – Diskriminierung – Gewalt.
    Jahresbudget CHF 8 Mio., 18 MitarbeiterInnen auf der Geschäftsstelle, 6 nationale KoordinatorInnen und 58 Partnerprojekte im 10 Ländern des Südens.

  • Terre des Hommes Suisse, Genf, hat sich zum Ziel gesetzt, die Lebensbedingungen benachteiligter Bevölkerungsgruppen in den Ländern des Südens zu verbessern mit dem spezifischen Fokus auf Kinder und Frauen. Die Organisation arbeitet im humanitären wie im Entwicklungsbereich mit Partnerorganisationen zusammen. In der Schweiz leistet sie Informationsarbeit vorab bei Jugendlichen zur Problematik des Nord-Süd-Gefälles.
    Jahresbudget CHF 7 Mio., 15 MitarbeiterInnen auf der Geschäftsstelle, 8 nationale KoordinatorInnen und 60 Partnerprojekte in 11 Ländern des Südens.

  • Terre des hommes – Kinderhilfe (Tdh), Lausanne, hat sich auf Projekte im Bereich Gesundheit und Kinderschutz spezialisiert. Die Stiftung verbessert jährlich das Leben von mehr als einer Million Kindern und ihren Angehörigen in 34 Ländern, in enger Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft, lokalen Basisorganisationen, nationalen und lokalen Behörden, um einen grösstmöglichen nachhaltigen Wandel sicherzustellen.
    Jahresbudget CHF 58 Mio., 100 MitarbeiterInnen in der Schweiz, 1'300 in den Interventionsländern, das Personal der weiteren, an der Projektumsetzung beteiligten lokalen Organisationen nicht mitgerechnet.

Die schweizerischen Terre des hommes-Organisationen decken so ein breites Spektrum in den Programmen ab. Sie können gleichzeitig thematisch vielschichtig (unterschiedliche Themengebieten und Arbeitsweisen) und vertieft (Spezialisierungen) arbeiten. Und damit auch ein breites Publikum bei den SpenderInnen erreichen.

Punktuell und wo es inhaltlich Sinn macht, arbeiten die Organisationen zusammen (zum Beispiel bei der Thematik der psychosozialen Unterstützung oder der child protection policy). Wo möglich und geografisch sinnvoll werden gemeinsame Infrastrukturen in den Projektländern genutzt. Die Organisationen treffen sich auf verschiedenen institutionellen Ebenen jährlich zum Informationsaustausch. Sie haben sich in einer „Convention générale“ (Verhaltenskodex) und in einem „Code déontologique“ (ethische Richtlinien) auf wichtige Regeln im Umgang mit der Öffentlichkeit und mit dem Sponsoring geeinigt.

 

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