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Ziele

Alternativen zum bisherigen Modell
Wir arbeiten primär mit jungen Menschen, im Besonderen mit Mädchen und jungen Frauen zusammen. Mit jenen, die innerhalb des herrschenden Systems keine Möglichkeit erhalten, eine menschenwürdige Existenz zu führen. Die Entwicklung, die wir anstreben, muss für die Beteiligten eine Alternative zum bisherigen Modell sein.

Es gibt keine allgemein gültige politische und wirtschaftliche Lösung, die einen globalen Weg aus der Armut und Ausbeutung aufzuzeigen vermag. Die Kritik der Frauenbewegung, der sich organisierenden Kinder und Jugendlichen und oppositioneller Bewegungen aus dem Süden fordern uns heraus, Neues zu lernen.

Im Süden und im Norden
Wir leben in einer einzigen Welt. Wenn in den Tropengebieten die Wälder abgeholzt werden, verändert sich bei uns das Klima. Auf Gedeih und Verderb sind wir verknüpft mit dem Schicksal fremder Menschen. Wir stehen zu denen, die bislang nur die Nachteile der Globalisierung kennen. Hier wie dort leiden die Menschen zunehmend unter einer aggressiven Industriekultur, die die Umwelt zerstört und die Menschen in neue Abhängigkeiten zwingt. Diese zerstörerische Entwicklung soll in eine zukunftsweisende umgewandelt werden.

Entwicklung muss von unten kommen
Wo die Initiative von den Betroffenen direkt ausgeht, haben wir die Gewähr, dass die Unterstützung einem wirklichen Bedürfnis entspricht. In einem überschaubaren Gebiet, wo sich Menschen gemeinsam für ein wichtiges Anliegen einsetzen, können wir sicher sein, dass die Hilfe nicht in den Kanälen der Korruption versickert. Ein- bis zweimal im Jahr überzeugen sich unsere Projektverantwortlichen an Ort und Stelle, ob sich ein Projekt wie vorgesehen entwickelt.

Autonomie
Entwicklung und Autonomie bedingen sich gegenseitig. Verelendung und Gewalt führen schnell dazu, dass Menschen die Fähigkeit verlieren, sich Alternativen vorzustellen und gemeinsam darauf hinzuarbeiten. Selbstbewusstsein, der Mut, sich seines Verstandes zu bedienen, die Erfüllung emotionaler Bedürfnisse sind Voraussetzungen für das Erarbeiten selbstbestimmter und eigenständiger Alternativen.

Gewaltlosigkeit
In den Projekten sind wir oft mit Gewalt konfrontiert: offener Gewalt jugendlicher Banden, sexueller Gewalt gegen Kinder, insbesondere Mädchen, und Frauen, struktureller Gewalt durch Wirtschaftsmassnahmen, Landenteignung oder ausbeuterische Arbeitsverhältnisse und kriegerischer Gewalt. Die Folge sind immer Entwürdigung, Traumatisierung, Hunger, Elend. Unsere Arbeit zielt darauf ab, die Gewaltbereitschaft zu senken und zu friedlichen Konfliktlösungen beizutragen.

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