Klima-Allianz

Die Folgen des Klimawandels stellen eine akute Bedrohung für unsere Lebensgrundlagen dar. Der fünfte Bericht des Weltklimarats IPCC lässt daran keine Zweifel. Die WissenschaftlerInnen zeigten in ihrem Bericht nicht nur auf, wie sich die Welt ohne Klimaschutz verändern wird, sondern es wird auch eruiert, was gegen eine zu starke Klimaerwärmung unternommen werden kann.
Mehrere Jugendliche die auf dem Agroforst-Feld.
Historische Verantwortung zur Reduktion
Da die Schweiz in der Vergangenheit für hohe Treibhausgas-Emissionen gesorgt hat, besteht eine historische Verantwortung für das sich anbahnende Klimadesaster. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, muss die Schweiz gemeinsam mit anderen wohlhabenden Ländern zusätzlich zu den Inland-Reduktionen auch im Ausland Reduktionsbemühungen finanzieren.
 
Mehr als nur hohle Worte
Die an der Klima Allianz beteiligten Organisationen sind sich der Verantwortung der entwickelten Länder bewusst: "Der Bundesrat kann und muss beweisen, dass er die wissenschaftlichen Berichte nicht nur liest, sondern auch als Grundlage für seine politischen Zielsetzungen nutzt", fordert Patrick Hofstetter, Koordinator der Klima-Allianz.

Petition eingereicht
Die breit abgestützte Klima-Allianz hat im Mai 2015 Bundesrat und Parlament ihre Klimapetition übergeben. 107 765 Unterzeichnende verlangen darin, dass die Schweiz ihre Energieversorgung bis 2050 vollständig auf erneuerbare Quellen umstellt und Entwicklungsländer bei Klimaschutz und Anpassungsmassnahmen finanziell unterstützt werden.

Wieso beteiligt sich terre des hommes schweiz an der Klima Allianz?

Die Veränderung des Klimas spielt in verschiedenen Projekten von terre des hommes schweiz eine eine Rolle. Ein typisches Beispiel dafür ist das Hinterland des brasilianischen Nordostens. In diesen Gebieten, in denen traditionell die Bevölkerung von regelmässigen Dürreperioden in die Migration getrieben wird, haben im Jahr 2013 die Kleinbauern, in der grössten Dürre seit 30 Jahren, über 50 Prozent ihrer Viehbestände verloren und riesige Ernteverluste gemacht. Wegen dieser verschärften Situation sehen gerade die Jugendlichen in diesen Regionen keine Perspektiven in der traditionellen Landwirtschaft.
 
Ökologische Landwirtschaft als Lösung
terre des hommes schweiz unterstützt seit langem Jugendliche aus Kleinbauernfamilien dieser Region mit mehreren Projektpartnern in ökologischer Landwirtschaft, die den neuen klimatischen Gegebenheiten angepasst ist. So zum Beispiel die Jugendlichen unseres Projektpartners Centro Sabia, der im Bundessaat Pernambuco mit den Bauernfamilien und engagierten Jugendlichen die Methoden des Agroforsts weiterentwickelt und verbreitet.
 
Als Link: Mehr zur Arbeit von Centro Sabia (Link auf Projektbeschrieb)