31.03.2017

Wir machen uns stark für die Agenda 2030

Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung ist seit 2016 der global geltende Rahmen für nationale und internationale Bemühungen im Bereich nachhaltige Entwicklung und Armutsbekämpfung. Unsere Programmarbeit orientiert sich an dieser umfassenden Agenda. Dabei haben wir klare Schwerpunkte, wie wir einen Beitrag zu diesen anspruchsvollen Zielen leisten können. Und in Zukunft wird dies auch ausserhalb unserer Programmarbeit geschehen.

Andrea Zellhuber, Themenverantwortliche Gewaltprävention

Screenshot von der Website der UNO für die SDGs.

Im September 2015 wurde von den Vereinten Nationen die Agenda 2030 als neuer Bezugsrahmen für die internationale Zusammenarbeit verabschiedet. Sie ist die Nachfolgerin der Millenniumsentwicklungsziele aus dem Jahr 2000 und enthält 17 Hauptziele (mit verschiedenen Unterpunkten) für die nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs). Die SDGs betreffen zentrale Bereiche wie Armutsbekämpfung, Gesundheit, Bildung und Ernährungssicherung, Geschlechtergleichstellung, Wasser, Energie, Wirtschaft und Arbeit, Biodiversität und Ökosysteme sowie friedliche und inklusive Gesellschaften. Die Ziele integrieren ökonomische, soziale und ökologische Ziele.

Agenda 2030 stützt unsere Ausrichtung auf Jugendliche
Auch zu den besonderen Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen als besonders verletzliche soziale Gruppen macht die Agenda 2030 klare Aussagen. So fordert sie zum Beispiel spezifische Massnahmen für qualitative Bildung und Beschäftigung für Jugendliche und der Eliminierung von ausbeuterischer Kinderarbeit. Das Unterziel 8.6 fordert eine substantielle Reduzierung der Jugendarbeitslosigkeit und des Anteils von Jugendlichen ohne Ausbildung.

Agenda 2030 stützt unsere Arbeit in der Gewaltprävention
Die Agenda 2030 betont Gewalt als wichtigen entwicklungshemmenden Faktor und gibt der Förderung gewaltfreier und inklusiver Gesellschaften grosses Gewicht. Damit bestätigt sie unsere langjährigen Projekterfahrungen. Die Unterziele 16.2, 5.2 und 5.3 zu Gewalt gegen Kinder, zu allen Formen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen, insbesondere in Form von Zwangsheirat und Frühverheiratung stellen wichtige Anknüpfungspunkte für die Arbeit unserer Partnerorganisationen dar.

Agenda 2030 stützt unsere Arbeit im Bereich der sexuellen Aufklärung
Das Unterziel 3.7 betont die Wichtigkeit des Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen im Bereich sexueller und reproduktiver Gesundheit, inklusive Familienplanung und sexueller Aufklärung. Damit bestätigt die globale Agenda zentrale Schwerpunkte unserer Programmarbeit.

Verantwortung des Globalen Nordens, Verantwortung der Schweiz
Weiterhin legen die SDGs viel Gewicht auf die Verantwortung der Länder des Globalen Nordens. Damit bieten sie eine wichtige Argumentationsgrundlage dafür, in der Schweiz eine stärkere Abstimmung von Innen- und Aussenpolitik in Bezug auf nachhaltige globale Entwicklung zu fordern. Darum wird sich terre des hommes schweiz verstärkt in der Öffentlichkeit dafür einsetzen, dass die Schweiz der Agenda 2030 gerecht wird.

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Bild von unserem Newsletter vom Juli 2014.

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