Wo Jugendliche aus unseren Projekten leben, ist die Klimakrise längst Realität. Als Teil der Jugenddelegation des Jugendnetzwerks der Semiariden Plattform Lateinamerikas vertraten fünf der hier Zitierten ihre Gemeinschaften an der Weltklimakonferenz 2025. Sie konnten ihre Perspektiven in die globale Klimadebatte einbringen – für eine Zukunft, in der niemand zurückgelassen wird.
Weltklimakonferenzen wie die COP30 in Brasilien im November sind weit mehr als symbolische Meilensteine im Kampf für das Klima – sie sind ein lebendiger Raum des Austauschs, der Vernetzung und des gemeinsamen Lernens. Für Jugendliche aus den semiariden Regionen Lateinamerikas, die das Ausbreiten der Wüstenbildung in ihren Gebieten erleben, bedeutete die diesjährige Konferenz vor allem eines: die Chance, ihre eigenen Visionen von Klimagerechtigkeit und Lösungen, die sie bereits umsetzen, in die globale Debatte einzubringen.
Brücken bauen für junge Perspektiven
Unser zentrales Anliegen war, Türen zu öffnen und Brücken zu bauen, damit Stimmen junger Menschen gestärkt und in globalen Verhandlungsräumen gehört werden. Gemeinsam mit der lateinamerikanischen Plattform für semiaride Gebiete haben wir einen viermonatigen Bildungsprozess initiiert, der rund 400 Jugendliche aus acht lateinamerikanischen Ländern – darunter aus unseren Projekten in El Salvador, Brasilien und Kolumbien – in Agrarökologie, Klimagerechtigkeit und politischer Einflussnahme schulte. Online-Weiterbildungen und praktische Workshops boten einen neuen Raum, um Wissen auszutauschen und gemeinsam ihre Forderungen an die Weltgemeinschaft zu schärfen. Aus dieser Gruppe entstand eine engagierte Delegation von zehn jungen Menschen, die dank intensiver Lobby- und Vernetzungsarbeit unserer Partnerorganisationen und terre des hommes schweiz persönlich an der COP30 teilnehmen konnten.
Für eine gerechtere globale Klimapolitik
Ihr Manifest, das an der Konferenz auch dem Schweizer Botschafter in Brasilien übergeben wurde, trägt die drängendsten Anliegen ihrer Heimatregionen in den internationalen Verhandlungsraum und so in den Mittelpunkt der Debatte um eine gerechtere globale Klimapolitik: agrarökologische Lösungen, innovative Strategien gegen Wasserknappheit oder eine direkte Finanzierung der Jugendlichen, Gemeinschaften und indigenen Völker, die mit ihrer Erfahrung gemeinschaftsbasierte und wirksame Lösungen zur Anpassung an den Klimawandel umsetzen.
«Wir bitten nicht um Almosen – wir fordern Klimagerechtigkeit!»
(Zitat aus Manifest)
Denn sie sind auch Hüter*innen der Wälder, die vom Globalen Norden zerstört werden. Ein Engagement, das globale Auswirkung hat und von der internationalen Gemeinschaft unterstützt werden muss.
«Wir kämpfen für den Schutz und die Verteidigung unserer Territorien, die zu den verletzlichsten gegenüber dem beschleunigten Klimawandel gehören.»
(Zitat aus Manifest)
Lesen Sie das Manifest der Jugend aus den semiariden Regionen Lateinamerikas und ihre sieben Forderungen an die Weltgemeinschaft.
«Dieses Dokument drückt unseren Widerstand, unsere Hoffnung und unsere Forderung nach Klimagerechtigkeit aus.»
(Zitat aus Manifest)
Sie wollen mehr über die jungen Menschen und ihrem Weg zur COP30 erfahren? Schauen Sie auf unserem Instagram-Kanal vorbei!



