Am Zurich Film Festival sprachen die Menschenrechtsaktivistin Najla Mohamed-Lamin, die Klima- und Menschenrechtsaktivistin Greta Thunberg und Regisseur Patrick Wally über Widerstand und Aktivismus für die Westsahara. Obwohl der Talk ausverkauft war, blieb ein Grossteil der Plätze leer. Die Aufzeichnung des Gesprächs, moderiert von Sylvia Valentin von terre des hommes schweiz, ist jetzt online verfügbar.
Der ZFF-Talk zur Westsahara mit Najla Mohamed-Lamin, Patrick Wally und Greta Thunberg fand vor fast leerem Saal statt – obwohl die Veranstaltung ausgebucht war. Gegenüber dem Tagesanzeiger bestätigte das Festival später, «dass verschiedene Einzelpersonen eine grössere Anzahl Tickets für die kostenlose Veranstaltung reserviert haben, ohne dass sie diese Plätze nutzen wollten».
terre des hommes schweiz verurteilt jegliche Versuche, Aktivist*innen, die sich für Menschenrechte einsetzen, zum Schweigen zu bringen. Ihre Stimmen müssen gehört werden – auch jene von Najla Mohamed-Lamin, die sich seit Jahren unermüdlich für die Rechte ihres Volkes engagiert.
Zehn Jahre lang hat der österreichische Regisseur Patrick Wally die sahrauische Menschenrechtsaktivistin begleitet. Seit ihrer Geburt lebt sie in einem sahrauischen Flüchtlingslager in der algerischen Sahara und setzt sich für das Selbstbestimmungsrecht des sahrauischen Volkes ein. Welche Form kann friedlicher Widerstand annehmen, wenn ein Konflikt über Generationen ungelöst bleibt?
Aus der langjährigen persönlichen Begegnung ist ein eindrücklicher Dokumentarfilm entstanden, der dieser Frage nachgeht. Er erzählt von Identität, Heimat und Widerstand und rückt die Situation der sahrauischen Bevölkerung ins Licht, die international zu wenig Beachtung findet. Am Zurich Film Festival feierte «My Home of Wind and Sand» Weltpremiere.
Weitere Informationen zum Film: www.wyfilm.at/myhomeofwindandsand
Unser Engagement für die Westsahara
terre des hommes schweiz unterstützt seit vielen Jahren Jugendprojekte in den Flüchtlingslagern der Westsahara. Diese Initiativen fördern Bildung, psychische Gesundheit und die soziale Integration junger Sahrauis. Zusätzlich setzen wir uns durch Informations- und Lobbyarbeit dafür ein, dass die Situation des sahrauischen Volks international nicht vergessen wird.
Beitragsbild: Elisabeth Luu, Zurich Film Festival


