fbpx

5. April 2018

Weniger Waffen bedeuten mehr Sicherheit

Eine Handfeuerwaffe auf eine Holzgeländer. Darüber ein grosses X mit roter Farbe.
Eine Handfeuerwaffe auf eine Holzgeländer. Darüber ein grosses X mit roter Farbe.

Was in unseren Projektländern gilt, ist auch für die Schweiz gültig: Eingeschränkterer Zugang zu Waffen bedeutet weniger Tote und Opfer. Unsere langjährige Erfahrung in der Gewaltprävention ist der Grund, wieso terre des hommes schweiz jetzt auch die neu gegründete Plattform für ein zukunftsfähiges Waffenrecht unterstützt. Deren Ziel ist die Schaffung eines gesamteuropäisch hohen Standards des Waffenrechts und letztlich das Retten von Menschenleben.

Im Dezember 2017 überraschte die Ankündigung der RUAG (Schweizer Waffen- und Munitionshersteller in staatlicher Hand) nach Brasilien expandieren zu wollen. terre des hommes schweiz setzte sich daraufhin zusammen mit 24 anderen Organisationen dafür ein, die dafür nötige Lockerung der Export-Verordnungen zu verhindern. Deswegen unterstützen wir nun auch die Plattform für ein zukunftsfähiges Waffenrecht, die heute Vormittag der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die Plattform ist ein Zusammenschluss von SP Schweiz, dem Polizeibeamtenverband, der Dachorganisation psychiatrisch-pyschotherapeutisch tätiger Ärztinnen und Ärzte und weiteren Organisationen. Ihr Ziel ist es den Zugang zu Waffen zu erschweren.

Wie in Brasilien, so auch in der Schweiz
Unsere Position zum Fall RUAG und Brasilien war klar: Es gibt zahlreiche Studien, die belegen, dass mehr verfügbare Waffen auch mehr Tote bedeuten. So werden viele Morde mit Schusswaffen im Affekt begangen, zum Beispiel bei Streitereien in einer Bar. Der Zusammenhang zwischen Verfügbarkeit und Toten gilt ebenso für die Schweiz: Waren 1998 (dem letzten Jahr vor Inkrafttreten des aktuellen Waffengesetzes) noch über 460 Schusswaffentote zu beklagen, so halbierte sich diese Zahl dank vielfältigen gesetzlichen Verbesserungen seither auf rund 200 jährlich. Aus diesem Grund gilt es, unsere Arbeit in der Gewaltprävention in den Programmländern konsequent weiter zu tragen und in der Schweiz zu vertreten.

Das Schutzniveau in ganz Europa erhöhen
Im Gegensatz zur Lockerung der Waffenexporte (die der Bundesrat ins Auge gefasst hat) unterstützen wir als Mitglied der Plattform den Bundesrat darin, die aus der EU kommenden Waffenrichtlinien in der Schweiz umzusetzen – möglichst ohne weitere Ausnahmn oder Spezialfälle. Die Schaffung eines gesamteuropäisch hohen Standards trägt dazu bei, in ganz Europa das Sicherheitsniveau anzuheben. Viele Formen der Kriminalität können nur grenzüberschreitend wirksam bekämpft werden. Gleichzeitig trägt ein griffiges Waffenrecht zur Suizidprävention bei, wirkt der häuslichen Gewalt (namentlich gegen Frauen) entgegen und erhöht generell die Sicherheit in Europa und der Schweiz.

Lesen Sie auch

Die Kinderrechte wirklich kennen: Lehr-Material für eine solidarische Schule

Medienmitteilung – Zum Internationalen Kinderrechtstag veröffentlichen vier Schweizer Organisationen für die Rechte und Perspektiven von Kindern und Jugendlichen ein pädagogisches Toolkit für Fachpersonen in den Bereichen Schule und Bildung. Es fokussiert das Thema Spiel, Freizeit und Erholung. Das Toolkit kann kostenlos heruntergeladen werden auf der Website www.children-rights.ch.

Weiterlesen »

COP26 in Glasgow: Feuriges Engagement für eine kühlere Zukunft

Zwei Wochen lang wird an der Klimakonferenz über die Zukunft der nächsten Generationen verhandelt. Der People’s Summit, der Gipfel der Zivilgesellschaft vom 7. – 10. November, veranstaltet zahlreiche online Events. Diesen Samstag 6. November findet ein globaler Off- und Online Aktionstag statt – mit dabei auch unsere langjährige Partnerorganisation Centro Sabiá aus Brasilien.

Weiterlesen »

Zuger Firma EuroChem importiert wieder Phosphat aus der Westsahara nach Europa

Medienmitteilung – Der Düngemittelproduzent EuroChem mit Hauptsitz im schweizerischen Zug hat im Oktober eine Schiffsladung Phosphat-Gestein aus der Westsahara in Estland in Empfang genommen. Der Phosphat-Abbau in der besetzten Westsahara verstösst gegen internationales Recht. Der Import des Phosphat-Gesteins aus der ehemaligen spanischen Kolonie ist deshalb unethisch und die Firma handelt unglaubwürdig.

Weiterlesen »
Nach oben blättern