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6. August 2013

Erfolg für Beraterinnen von Gewaltopfern

Nondumiso Gule (l.) und Haniffa Nzama (r.) von der südafrikanischen Organisation LifeLine betreuen im von ihnen aufgebauten Krisenzentrum von sexueller Gewalt betroffene Menschen.
Nondumiso Gule (l.) und Haniffa Nzama (r.) von der südafrikanischen Organisation LifeLine betreuen im von ihnen aufgebauten Krisenzentrum von sexueller Gewalt betroffene Menschen.

Die jungen Südafrikanerinnen Nondumiso Gule und Haniffa Nzama haben mit unserer Partnerorganisation LifeLine am Distriktkrankenhaus von Escourt eine Anlaufstelle für gewaltbetroffene Menschen aufgebaut. Dort beraten und begleiten sie insbesonders Opfer sexueller Gewalt. Nun anerkennt das Spital ihre Arbeit und stellt sie fest an.

In Südafrika kann unsere Partnerorganisation LifeLine einen schönen Erfolg verzeichnen, eine Bestätigung für ihre langjährige und qualifizierte Arbeit in der Unterstützung und Betreuung von Gewalt- und Vergewaltigungsopfern: Haniffa Nzama (im Bild rechts) und Nondumiso Gule (links), zwei junge Frauen, die bei LifeLine die Ausbildung zur psychosozialen Beraterin abgeschlossen haben, sind vom Distriktkrankenhaus Escourt Hospital fest angestellt worden. Dies nachdem sie in dem Spital zwei Jahre als Beraterinnen von Gewalt betroffene Menschen begleitet und betreut haben.

Anerkennung der guten Arbeit
LifeLine hat mit den Beiden an diesem Spital ein Krisenzentrum für Vergewaltigungsopfer aufgebaut. Indem das Krankenhaus nun eigens dafür zwei feste Stellen bewilligt und ausgeschrieben hat, anerkennt es die wertvolle Arbeit der Beraterinnen. Beeindruckend ist auch die Tatsache, dass Haniffa Nzama und Nondumiso Gule sich mit ihren Bewerbungen gegen andere Bewerberinnen und Bewerber durchsetzten. Sie sind jetzt offiziell Teil der Krankenhausbelegschaft.

Wichtige Aufbauarbeit
LifeLine bildet in der ländlichen Region um Pietermaritzburg freiwillige Jugendliche aus gewaltbetroffenen Gemeinden zu psychosozialen Beraterinnen aus. Ausserdem baut die Organisation in weiteren ländlichen Distrikten an den Spitälern Anlaufstellen für Opfer von sexuellem Missbrauch auf, wo sie professionelle medizinische und psychosoziale Hilfe erhalten.

Sexuelle Gewalt ist alltäglich
Diese Stellen sind dringend nötig. Denn Südafrika hat eine der höchsten Vergewaltigungsraten der Welt: Alle paar Minuten wird eine Frau vergewaltigt. Fast die Hälfte der Jugendlichen unter 18 Jahren berichten, dass sie in ihrem Leben bereits mindestens einmal vergewaltigt worden sind. Nur wenige Vergewaltigungen werden angezeigt und davon führen noch weniger zu einer Verurteilung. Obwohl diese Art der Gewalt weitverbreitet ist, finden die Opfer an vielen Orten kaum Unterstützung – es gibt viel zu wenig öffentliche Einrichtungen, die sich umfassend um die Betroffenen kümmert.

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