«Bei imagine bin ich erwachsener geworden – in a good way»

Inez den Boer, imagine Basel, terre des hommes schweiz

Für Vielfalt und gegen Diskriminierung – zum 24. Mal fand das imagine Festival in Basel statt. Wer sind die jungen Menschen, die das Festival eigenständig organisieren? Wir haben Inez den Boer, eine der neun Koordinator*innen des Jugendprojekts, zum Rückblick getroffen.

Bei bestem Wetter und wuchtigen Klängen gab es Anfang Juni auf dem Barfüsserplatz zwei Tage lang Raum zum Tanzen, Reflektieren und Verweilen. Kurz darauf treffen wir Inez den Boer für einen gemeinsamen Rückblick. Schnell wird klar: imagine begleitet sie nicht erst seit den vier Jahren, die sie schon im Organisationskomitee mit dabei ist – seit ihrer Kindheit besucht sie das Festival. Neben ihrem Osteuropa-Studium geht die 24-Jährige bei imagine Basel ihrem Interesse am Eventmanagement nach und kümmert sich als Verantwortliche für Gestaltung beispielsweise um die Platzbespielung, Orientierungshilfen und die Dekoration des Barfüsserplatzes.

Mehr als ein Festival, mehr als Arbeit

Ein Highlight der diesjährigen Festivalausgabe war für Inez, dass sie die Gestaltung der T-Shirts für die Helfer*innen übernehmen konnte. Auch auf die gelungene Zusammenarbeit mit zwei Architekturstudentinnen, die eine Kunstinstallation zum Jahresthema «Raum und Gemeinschaft» konzipiert und umgesetzt haben, blickt sie stolz zurück.

So wie imagine Basel mehr ist als ein Festival, ist die Mitarbeit im Jugendpartizipationsprojekt mehr als eine simple Arbeitserfahrung: Im Zentrum steht auch, dass die Jugendlichen Sensibilisierungsthemen und Perspektiven einbringen, die ihnen wichtig sind, und sich persönlich entwickeln können. «In diesen vier Jahren, die ich bei imagine arbeite, bin ich erwachsener geworden – in a good way. Ich habe mich arbeitstechnisch wirklich weiterentwickelt», meint Inez.

Ein Raum für alle Menschen

Das Thema Räume beschäftigt Inez auch persönlich: «Auch wenn ich mich bereits mit Diskriminierungsformen auseinandergesetzt habe, wurde ich bei der konkreten Umsetzung des Festivals noch mehr damit konfrontiert, wie nicht inklusiv manche Räume sind.» Umso wichtiger ist es dem imagine Team, das Festivalerlebnis möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. So ist das imagine Festival seit der ersten Ausgabe kostenlos und durch den zentralen und öffentlichen Standort in Basel leicht erreichbar. Auch das detaillierte Awarenesskonzept ermöglicht es vielen Besucherinnen, sich in diesem Raum sicherer zu fühlen.

Alena Näf, Praktikantin Jugendpartizipation, Kommunikation und Fundraising

Jetzt Video zum imagine Festival 2026 auf Instagram anschauen:

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