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9. November 2020

Breite Allianz setzt sich für Kriegsgeschäfte-Initiative ein

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Medienmitteilung der GSOA und der jungen Grünen – Die Kriegsgeschäfte-Initiative, die am 29. November zur Abstimmung kommt, ist breit in der Gesellschaft abgestützt. Mittlerweile gehören dem JA-Bündnis über 40 Organisationen an. Das Anliegen der Initiative, die Finanzierung von Kriegsmaterialproduzenten zu stoppen, mobilisiert insbesondere bei kirchlichen Kreisen. terre des hommes schweiz unterstützt das Volksbegehren.

Die von der Gruppe Schweiz ohne Armee (GSoA) und Jungen Grünen lancierte Initiative wird seit dem Start der Unterschriftensammlung von diversen Organisationen mitgetragen. In den letzten Wochen ist dieses Bündnis noch weiter gewachsen. Das Verbot zur Finanzierung von Kriegsmaterialproduzenten bewegt die Menschen. Jürg Liechti-Möri, Pfarrer und Präsident der OeME-Kommission der Evangelisch-reformierten Gesamtkirchgemeinde Bern, findet, als Christ könne er nicht einen Gott des Friedens verkünden und gleichzeitig tolerieren, dass sein Pensionskassengeld in Kriegsgeschäfte investiert wird: «Unser Geld soll dem Frieden dienen und nicht dem Krieg!»

Bei einer Annahme der Initiative dürfen Finanzinstitute wie die Schweizer Nationalbankoder Pensionskassen nicht mehr in Kriegsmaterialproduzenten. “Ist die Finanzierung von Waffen nicht gewährleistet, wird auch deren Produktion und der kriegerische Einsatz verhindert. Die Kriegsgeschäfte-Initiative ist ein wichtiger Schritt hin zu einer friedlichen globalen Gemeinschaft.”, so Felix Gnehm von Solidar Suisse. Sylvia Valentin von terres des hommes schweiz ergänzt: “Zwei der wichtigsten Fluchtgründe sind Kriege und Gewalt. Die Rolle der Kriegsmaterialproduzenten wird dabei oft ausser Acht gelassen. Mit der Kriegsgeschäfte-Initiative finanziert die Schweiz nicht mehr jene Waffen mit, welche Menschen zur Flucht zwingen.”

Während der Atomwaffenverbotsvertrag im Januar in Kraft treten wird, investieren Schweizer Finanzinstitute immer noch in Atomwaffenproduzenten. Annette Willi von ICAN Switzerland versteht dies nicht: “Atomwaffen haben ein Ziel: Möglichst viel Leid und Tod zu verursachen. Dass unsere Pensionskassengelder für die Produktion neuer Atomwaffen eingesetzt werden, ist unhaltbar und muss sich sofort ändern.” ICAN erhielt 2017 den Friedensnobelpreis für ihre Rolle in der Entstehung des Vertrags.

Die Initiant*innen schauen mit Zuversicht auf den verbleibenden Abstimmungskampf. Jede Woche würden weitere Organisationen zum Bündnis hinzukommen. Das Anliegen hat offensichtlich einen wunden Punkt im Geschäft mit dem Krieg getroffen.

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