fbpx

12. Dezember 2013

Mit “Staubsauger” und “Coup de crayon” abgestaubt

Ein blauer Staubsauger auf goldenem Grund
Ein blauer Staubsauger auf goldenem Grund
Mit einem simplen Staubsauger und seinem Kabel verkündet das Siegerbild die Botschaft klar

Die Arbeit von Hausarbeiterinnen ohne geregelten Aufenthaltsstatus – eine Arbeitswelt die weitestgehend im Schatten liegt – sichtbar machen und ihr ein Gesicht geben: Dieses Ziel verfolgten die Initianten der von terre des hommes schweiz unterstützten Kampagne “Keine Hausarbeiterin ist illegal” mit einem Bild- und Videowettbewerb. Die Gewinner sind nun gekürt worden.

Ein blauer Staubsauger auf goldenem Grund dessen Kabel in zusammenhängender Schrift verkündet: “Keine Hausarbeiterin ist illegal.” Das Bild ist von bestechender Einfachheit, der Staubsauger stellt ohne grosses Aufheben den Bezug zur Hausarbeit her – ohne dass eine Hausarbeiterin in Szene gesetzt oder ausgestellt wird. Das Plakat “Staubsauger” des Grafikers Christoph Stettler vom Atelier stettlerbros.pictures hat den ersten Preis des Bild- und Videowettbewerbes der Kampagne Keine Hausarbeiterin ist illegal gewonnen. Mit dem Clip “coup de crayon” holten Christoph Maridor und sein Waadtländer Team in der Kategorie Video den ersten Preis.
Prekäre Arbeitsbedingungen
Mehr als 40 000 Frauen ohne Aufenthaltsbewilligung putzen und arbeiten täglich in Schweizer Haushalten. Sie tragen damit zum Wohlstand und der Lebensqualität der Schweizer Bevölkerung bei. Ihre Situation ist aber von prekären Arbeitsbedingungen und fehlender sozialer Absicherung geprägt. Zudem leben sie in ständiger Angst entdeckt zu werden und vor plötzlicher Ausschaffung aus der Schweiz.
Unsichtbares sichtbar machen
Um ihre Arbeits- und Lebensbedingungen nachhaltig zu verbessern haben sich letztes Jahr 30 Schweizer Organisationen zusammengeschlossen – terre des hommes schweiz ist eine davon. Die im März lancierte Kampagne “Keine Hausarbeiterin ist illegal” wollte dieser boomenden Branche, die kaum wahrgenommen wird, ein Gesicht geben. Darum luden die Initiaten zu einem Bild- und Videowettbewerb ein: Gesucht waren Werke, die sich mit den Lebens- und Arbeitsbedingungen von Hausarbeiterinnen ohne geregeltem Aufenthaltsstatus auseinandersetzen.
Wanderausstellung geplant
Momentan ist eine Wanderausstellung durch die wichtigsten Schweizer Städte in Planung an der die prämierten Werke der Öffentlichkeit präsentiert werden. Ausserdem sollen einige der eingereichten, ausgewählten Werke für die Öffentlichkeits- und Lobby-Arbeit der Kampagne verwenden werden (Plakate, Postkarten, Internet, Presse Kino, TV).

Lesen Sie auch

Rekordhohe Einnahmen für nachhaltige Perspektiven von Jugendlichen

Medienmitteilung – Fast 10 Millionen Franken hat terre des hommes schweiz im vergangenen Jahr eingenommen. Das ist das beste Finanzergebnis in der Geschichte der Schweizer Entwicklungsorganisation. Die gesunden Finanzen erlauben es, dass terre des hommes schweiz weiterhin einen soliden Beitrag an die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung leistet zugunsten der Perspektiven von Jugendlichen. Im neuen Jahresbericht zeigt terre des hommes schweiz, wie Jugendliche in Afrika, Lateinamerika und der Schweiz den positiven Wandel herbeiführen.

Weiterlesen »

EU-Konzernverantwortungsgesetz: Schweiz bald das einzige Land in Europa ohne Konzernverantwortung?

Die EU-Kommission hat heute in Brüssel den Entwurf für ein EU-weites Konzernverantwortungsgesetz vorgestellt. Es verpflichtet Konzerne dazu, Menschenrechte und Umwelt zu respektieren und enthält – wie die Konzernverantwortungsinitiative (KVI) – bei Verstössen Haftungsregeln und Sanktionen. Der Bundesrat muss jetzt sein Versprechen aus der Abstimmungskampagne halten und dafür sorgen, dass die Schweiz nicht bald das einzige Land in Europa ohne Konzernverantwortung ist. Die Medienmitteilung der Koalition für Konzernverantwortung im Originalwortlaut.

Weiterlesen »
Nach oben blättern