Jahresbericht 2016

Gut aufgestellt in einem immer schwierigeren Umfeld

Titelbild des aktuellen Jahresberichtes
terre des hommes schweiz blickt auf ein bewegtes und erfolgreiches Jahr zurück. In der Schweiz brachten wir 2016 mit verschiedenen Aktionen die inakzeptable Situation der sahraouischen Jugendlichen in den Flüchtlingslagern ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. Unsere Recherchen hatten ergeben, dass Marokko illegal Ressourcen in der besetzten Westsahara ausbeutet: Wir konnten belegen, dass Tomaten und Melonen, die in Schweizer Supermärkten mit dem Herkunftsland Marokko deklariert waren, eigentlich aus der Westsahara stammten. Damit lösten wir einiges Medieninteresse aus sowie die Ankündigung eines Händlers, keine Produkte mehr aus diesem Gebiet zu beziehen.
 
Zudem beschäftigten wir uns weiterhin intensiv mit Menschenrechtsverletzungen rund um sportliche Grossanlässe. Im Vorfeld der Olympischen Spiele in Brasilien organisierten wir in Basel ein hochkarätig besetztes Podium. Zugleich zeigten wir – in einem prall gefüllten Kinosaal – den von Terre des hommes produzierten preisgekrönten Film The Fighter.
 
In Basel ging im Juni wiederum das imagine Festival auf dem Barfüsserplatz über die Bühne. Auch dieses Jahr erreichten die jugendlichen Organisatorinnen und Organisatoren mit ihren Botschaften gegen Rassismus und Diskriminierung rund 30 000 Besucherinnen und Besucher. Ausserdem arbeiteten 40 unbegleitete minderjährige Asylsuchende tatkräftig am Festival mit.
 
Unsere Sensibilisierungsarbeit ist nur möglich dank starken Partnerinnen und Partnern im Süden. Die vielen Erfolge der Jugendlichen in unseren Projekten und das tägliche Engagement unserer Partnerorganisationen sind keineswegs selbstverständlich. In vielen Ländern hat sich die Lage 2016 zugespitzt. Sei es in Moçambique, wo in unseren Projektregionen kriegsähnliche Zustände herrschen. Sei es in Zimbabwe, wo die Einführung von Bonds den freien Fall der Wirtschaft beschleunigt. Und schliesslich erfüllt die aktuelle US-Migrationspolitik uns und unsere Partnerinnen und Partner in Zentralamerika, insbesondere in El Salvador, mit grosser Sorge.
 
Die Entwicklungszusammenarbeit per se stand in der Schweiz im Rahmen der parlamentarischen Debatten um den Rahmenkredit für die Internationale Zusammenarbeit unter starkem politischem Druck. Gemeinsam mit anderen Organisationen schlossen wir uns der Kampagne Weckruf gegen Armut an. Es gelang uns, die staatlichen Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit zu sichern. Versuche, die Entwicklungshilfe für migrations- oder sicherheitspolitische Zwecke zu instrumentalisieren wurden abgewehrt – vorerst, denn bereits drohen neue Sparpakete.
 
In diesem rauen Umfeld sind wir froh, dass wir unsere Geschäftsstelle in diesem Jahr zukunftsweisend und tragfähig neu strukturieren konnten und uns unsere Spenderinnen und Spender das beste Einnahmeergebnis in der Geschichte der Organisation bescherten. Dafür möchten wir Ihnen herzlich danken!
 
Dr. Brigitta Gerber, Präsidentin
Franziska Lauper, Geschäftsleiterin
Aufwand und Ertrag: Woher kommen die Beiträge?

Die Spenden: Woher und wohin?

Auf zwei einfachen Grafiken sehen Sie, wer an uns spendet und wofür das Geld ausgegeben wird.

Die Grafiken finden Sie hier!

Jahresbericht und Jahresrechnung 2016

Hier finden Sie die den Jahresbericht und die Jahresrechnung 2016 als Download im pdf-Format.

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Jugendliche aus Kolumbien beim gemeinsamen Fussballspielen.

Qualität und Kontrolle

Die Qualität unserer Arbeit und diejenige unserer Partnerinnen und Partner ist uns wichtig. Wir stellen dies mit einer Reihe an Instrumenten sicher.