Jahresbericht 2018

Demokratie und Menschenrechte in Gefahr

Weltweit sind nationalistische Anti-Demokraten auf dem Vormarsch,
die liberale Grundwerte mit Füssen treten – in Amerika und Europa
ebenso wie in unseren Projektländern.
Junge Frau mit Regenbogen-Schal schwenkt nicaraguanische Flagge mit den Händen skandierend.
Jugendliche: Nicaraguas Chance auf Frieden!
Hart Erkämpftes, vermeintlich Selbstverständliches wird in Frage gestellt: internationale Verträge als Basis für friedliches Zusammenleben, die gemeinsame Verantwortung für die eine Welt, die wir haben, und ganz grundsätzlich Demokratie, Rechtsstaat und Menschenrechte.
 
2018 wurde in Brasilien ein Präsident gewählt, der Armut mit militärischen Mitteln bekämpfen will. In Nicaragua wurden friedliche Demonstrationen von mehrheitlich jungen Menschen gewaltsam aufgelöst. In vielen Ländern wird die Handlungsfähigkeit von Organisationen, die sich für die Rechte von Jugendlichen einsetzen, durch administrative Hürden oder gar Verbote immer mehr eingeschränkt. Jugendliche in unseren Projekten werden an Leib und Leben bedroht. Nicht wenige verlieren ihr Leben durch Polizeigewalt.
 
Für unsere Organisation bedeutet das einerseits, dass wir den Schutz der Jugendlichen, unserer Partnerorganisationen und Mitarbeitenden im vergangenen Jahr verstärkten. Wo schwarze Listen geführt werden und Jugendliche einfach verschwinden, müssen Risiken täglich neu eingeschätzt und wenn nötig schnelle Massnahmen getroffen werden. Andererseits heisst dies, dass wir die Ziele, die wir uns für die Entwicklung der Jugendlichen in unseren Projektländern setzen, nur erreichen können, wenn wir unsere Arbeit konsequent mit dem Einsatz für Rechtsstaatlichkeit und dem Schutz der Menschenrechte verknüpfen. Die Vernetzung mit anderen Organisationen und die Arbeit in Allianzen ist dafür unabdingbar.
 
Dies motiviert, uns auch in der Schweiz noch entschiedener gegen Angriffe auf die Menschenrechte zur Wehr zu setzen und uns für eine Schweizer Aussenpolitik einzusetzen, welche die Entwicklungsperspektiven von Jugendlichen in unseren Projekten unterstützt. In diesem Sinne freuten wir uns 2018 über die Ablehnung der Selbstbestimmungsinitiative genauso wie über die verhinderte Lockerung von Waffenexporten in Bürgerkriegsländer.

Dr. Brigitta Gerber, Präsidentin
Franziska Lauper, Geschäftsleiterin

Weltkarte, die Projektländer sind grün und die Länderausgaben sind festgehalten.

Die Spenden: Woher und wohin?

Auf zwei einfachen Grafiken sehen Sie, wer an uns spendet und wo/wofür das Geld ausgegeben wird.

Die Grafiken finden Sie hier!

Jahresbericht und Jahresrechnung 2018

Hier finden Sie die den Jahresbericht und die Jahresrechnung 2018 als Download im pdf-Format.

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