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4. Februar 2022

Ana hält Mosambik in Atem

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Ende Januar trifft der Wirbelsturm Ana auf die Ostküste Afrikas. Besonders stark leidet darunter die Bevölkerung von Mosambik, die Todesfälle sowie enorme Sachschäden zu beklagen hat. Ereignisse wie dieses häufen sich in den letzten Jahren und zeigen den bitteren Ernst des Klimawandels für den globalen Süden.

Eine traurige Tradition

Fast drei Jahre ist es nun her, dass der Zyklon Idai im Zentrum von Mosambik grosse Zerstörung anrichtete und rund 600 Menschen das Leben kostete. Dass der Wirbelsturm keine Ausnahme war, zeigt der Blick auf den Klimarisikobericht des Vereins Germanwatch (Seite 14) – dort liegt Mosambik auf Rang 5 der in den letzten Jahren am stärksten von extremen Wetterereignissen getroffenen Länder.

Auch das Jahr 2022 reiht sich in diese traurige Tradition ein: Am 24. Januar, traf der Wirbelsturm Ana den Norden des Landes. Nach jetzigem Stand sind bislang 21 Tote zu betrauern, rund 10’000 Häuser wurden ganz oder teilweise zerstört. Auch viele Strassen wurden aufgrund der Regenfälle überschwemmt und Brücken hinfort gerissen.

Partner und Begünstigte betroffen

Ana zog auch über die Stadt Mocuba hinweg, in der unsere Partnerorganisation NANA tätig ist. «Wir sind noch dabei uns einen Überblick über die Schäden zu verfassen. Viele unserer Begünstigten sind betroffen. Gerade evaluieren wir, wie wir ihnen am besten helfen können und was es am dringendsten braucht,» sagt dazu der Direktor von NANA, Jorge Cardoso. «Wir bereiten uns gerade schon auf den nächsten Zyklon vor, der für nächste Woche vorhergesagt ist.»

Nach Einschätzungen des Weltklimarats IPCC ist in Zukunft leider mit häufigeren und stärkeren Stürmen in Mosambik zu rechnen. So bildet sich aktuell östlich von Madagaskar der nächste Wirbelsturm, Batsirai. Wie sich dieser Zyklon entwickelt, ist noch nicht ganz klar – mehrere Modelle sagen Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h und einen direkten Kurs auf Mosambik vorher. «Alle sind deshalb angespannt. Wir sensibilisieren die Bevölkerung sich von gefährlichen Orten fernzuhalten, wie Flüssen, die schnell anschwellen können. Auch Bäume können bei den starken Winden extrem gefährlich sein. Während der Sturmwarnung sollen sie sich in die Schulen zurückziehen,» sagt Jorge Cardoso. Natürlich hoffen sie, dass Batsirai erst gar nicht Richtung Mosambik zieht.

Vorhersage für Bastirai auf Windy.com (Stand 4. Februar 2022)

Klimafreundliche Landwirtschaft stärken

Um den zunehmenden Veränderungen des Klimawandels etwas entgegenzusetzen, stärken wir mit dem Projekt von NANA Jugendliche in Mocuba in agroökologischer Landwirtschaft. Sie lernen, wie sie ohne den Einsatz von Pestiziden Gemüse produzieren können und dadurch ein Einkommen erzielen. Gemeinsam mit NANA stärken wir sie in ihren Bürger*innenrechte, um sich vor Ort für eine umweltfreundlichere Lebensmittelproduktion einzusetzen.

Aber der Kampf gegen den Klimawandel erfordert auch den Einsatz von uns in der Schweiz. Daher hat sich terre des hommes schweiz dazu verpflichtet seinen CO2-Ausstoss zu halbieren.

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