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14. Januar 2020

Frieden und Migration zusammen denken

Leinwand mit Beamerbild: Welcome to the Basel Peace Forum. Publikum im abgedunkelten Saal.
Leinwand mit Beamerbild: Welcome to the Basel Peace Forum. Publikum im abgedunkelten Saal.

Bereits zum vierten Mal brachte das Basel Peace Forum vom 9-10. Januar Experten und Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft zusammen, um über innovative Ansätze der Friedensförderung auszutauschen. Die diesjährige von swisspeace organisierte Veranstaltung stand unter dem Motto «Cities of Peace?». In zahlreichen Podien und Workshop wurde die Rolle von Städten als Motoren für Innovation in der Friedensförderung hervorgehoben.

In einem von KOFF organisierten Workshop zu den Zusammenhängen zwischen Friedensförderung und Migration teilte terre des hommes schweiz ihre Erfahrungen zu psychosozialer Unterstützung für jugendliche Migranten und Migrantinnen in El Salvador. Im Austausch mit Expertinnen aus Bangladesch, Kolumbien und Äthiopien wurde deutlich, wie ähnliche die grundsätzliche Herausforderung zu sozialer Integration in unterschiedlichen Kontexten ist. Alle Rednerinnen betonten die grosse Bedeutung von psychosozialer Unterstützung und Bearbeitung von Trauma für Integrationsprozesse. Die Rednerinnen bestätigten die Ansätze von terre des hommes schweiz stärker die Ressourcen der jungen Geflüchteten in den Fokus zu nehmen. «Auf ihrem Weg haben die Geflüchteten haben viel Resilienz und Durchhaltewillen bewiesen. Es bedarf einer grossen Stärke das alles durchzuhalten. Es ist fatal, wenn sie durch die langen Asylverfahren im Aufnahmeland zu Untätigkeit und Passivität verdammt sind. Denn die jungen Menschen wollen ihr Leben selbst in die Hand nehmen können.» betonte Arancha Garcia del Soto von der kolumbianischen Wahrheitskommission, die Geschichten von geflüchteten KolumbianerInnen dokumentiert. Am Ende des Workshops wurden dem EDA Empfehlungen übergeben zu Ansätzen Friedensförderung im Kontext von Migration. Eine ganz zentrale Forderung war: der Stimme und die Perspektiven von jungen Migranten und Migrantinnen Gehör zu verschaffen.

Die Auseinandersetzung mit diesen wichtigen Fragen wird noch weitergehen. terre des hommes schweiz ist an einem einjährigen Lernprozess von KOFF/Swisspeace zum Nexus Friedensförderung und Migration beteiligt.

 

Titelfoto: Joel Plattner © swisspeace

 

 

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