fbpx

16. Januar 2015

Mordanschlag auf Präsidenten von UOAFROC

Foto der Morddrohung und Arie Aragon
Foto der Morddrohung und Arie Aragon

Am Abend des 08. Januar 2015 wurde auf den Präsidenten einer unserer Partnerorganisationen in Kolumbien ein Mordanschlag verübt. Während dieser zum Glück nicht verletzt wurde, traffen die unbekannten Männer seinen Fahrer mit zwei Schüssen am Kopf. Der Angriff kam nicht ganz überraschend, wurde doch zuvor ein Vorstandsmitglied von Unidad de Organizaciones Afrocaucanas (UOAFROC) zum militärischen Ziel ernannt.

Unsere Partnerorganisation Unidad de Organizaciones Afrocaucanas (UOAFROC) setzt sich seit vielen Jahren für die Rechte der afrokolumbianischen Minderheit in Kolumbien ein. Die Gefährlichkeit dieses Engagements hat sich Anfang dieses Jahres wieder gezeigt. Am 08. Januar 2015 wurde auf den Präsidenten von UOAFROC, Arie Aragon, ein Mordanschlag verübt. Auf seiner Heimfahrt gaben in Villa Rica zwei unbekannte Männer drei Schüsse auf ihn und seinen Fahrer ab. Zwei Schüsse trafen seinen Fahrer, Jesus Andrade, am Kopf. Andrade musste daraufhin im Krankenhaus operiert werden und ist mittlerweile ausser Lebensgefahr. Aragon kam unverletzt davon.
Intervention der Regierung gefordert
In einer Pressemitteilung forderte UOAFROC die zuständigen Behörden auf, für die nötigen Schutzmassnahmen zu sorgen und etwas gegen die Terrorisierung der afrokolumbianischen Minderheit durch bewaffnete Gruppen zu unternehmen. Hintergrund des Anschlags ist offenbar die Arbeit von UOAFROC in den afrokolumbianischen Siedlungsgebieten. Sie werden trotz des Schutzes durch die kolumbianische Verfassung für den Bergbau ausgebeutet. UOAFROC setzt sich für die Landrechte der afrokolumbianischen Bevölkerung ein.
Zu militärischen Zielen ernannt
Diesem Anschlag ging im Herbst letzten Jahres eine Morddrohung voraus. Ende September 2014 verschickte die paramilitärische Organisation „Comando Urbanos de Los Rastrojos“ an verschiedene Organisationen und Personen die Bekanntmachung, dass sie nun zu militärischen Zielen erklärt worden seien. Eine der erwähnten Zielpersonen ist im Vorstand von UOAFROC. In der gleichen Verlautbarung forderte das Kommando dem Fortschritt im Bergbau nicht im Wege zu stehen…
Wenn Sie weitere News interessieren und auf dem Laufenden bleiben wollen, dann besuchen Sie unseren Newsroom oder bestellen Sie unseren Newsletter.

Lesen Sie auch

Bericht an UNO: Schweiz setzt Kinderrechte ungenügend um

In der jüngsten Berichterstattung an den UN-Kinderrechtsauschuss erhält die Schweiz schlechte Noten. Das Netzwerk Kinderrechte Schweiz, in dem terre des hommes schweiz Mitglied ist, stellt fest: Bund und Kantone achten längst nicht alle Bedürfnisse und Rechte ihrer Kinder und Jugendlichen. Das Netzwerk stellt fünf Forderungen an den Bund und die Kantone. 

Weiterlesen »

Festival imagine goes Sommercasino

Seit 20 Jahren lebt eine Gruppe junger Menschen in Basel und der Region vor, wie sich Jugendkultur, Kreativität und gesellschaftliches Engagement wirksam und lustvoll miteinander kombinieren lassen. Das ist imagine basel, das selbstorganisierte Projekt von terre des hommes schweiz. Am 4. und 5. Juni steigt ein Corona taugliches Alternativprogramm zum weltberühmten Sound-Festival in Basel für Vielfalt und gegen Diskrimierung, das unter normalen Umständen jedes Jahr mehrere Zehntausend Menschen anzieht. 

Weiterlesen »

Die Schweiz fordert Kolumbien zu mehr sozialem Zusammenhalt und Frieden auf

Seit Anfang Mai herrschen in den kolumbianischen Grossstädten soziale Unruhen. Die Regierung bekämpft die Proteste brutal und mit Waffengewalt. Laut NGO vor Ort sind bereits über 60 Menschen gestorben. Die internationale Gemeinschaft ist alarmiert und bekräftigt die Sorgen der kolumbianischen Bevölkerung und der Menschenrechts- und Friedensorganisationen. Mitglieder des Schweizer Parlaments fordern in einem Brief, dass die kolumbianische Regierung die Gewalt gegen Demonstrierende sofort einstellt. Stattdessen soll Präsident Iván Duque den Dialog mit der Bevölkerung wieder aufnehmen, der den sozialen Zusammenhalt und den dauerhaften Frieden fördert. Lesen Sie hier die Übersetzung dieses Briefes.

Weiterlesen »
Nach oben blättern