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Agenda 2030

Bis zum Jahr 2030 soll die Armut in allen ihren Formen und Dimensionen beseitigt sein. Das haben die Vereinten Nationen (UNO) in der Resolution 70/1, bekannt als Agenda 2030, festgelegt. Um das zu erreichen verfolgen alle Nationen 17 gemeinsame Ziele. Diese nachhaltigen Entwicklungsziele (SDG) bilden seit ihrem Beschluss 2015 das Fundament der Entwicklungszusammenarbeit.

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Von 2000 bis 2015 verfolgte die UNO die Millenium Development Goals, die sich auf den globalen Süden konzentrierten. Im Gegensatz dazu nehmen die SDG alle in die Pflicht, auch den globalen Norden.

Zusammen streben wir ein Gleichgewicht zwischen der Gesellschaft, der Wirtschaft und der Umwelt an.  Alle sind gefordert, zu diesen Zielen beizutragen.

Was macht terre des hommes schweiz?

terre des hommes schweiz ist in 10 afrikanischen und lateinamerikanischen Ländern und der Schweiz aktiv. Mit unserer Arbeit fokussieren wir uns explizit auf die SDG Ziele  3, 5, 8 und 16 beziehungsweise auf deren Unterziele. Je nach Arbeitsschwerpunkt gibt es aber Anknüpfungspunkte zu weiteren SDG.

SDG 3: Gesundheit und Wohlergehen

Ziel 3.7
Bis 2030 den Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen im Bereich sexueller und reproduktiver Gesundheit, inklusive Familienplanung und sexueller Aufklärung sicherstellen.

SDG 5: Geschlechter-Gleichheit

Ziel 5.2
Alle Formen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen beseitigen.
Ziel 5.3
Alle schädlichen Praktiken wie Kinderheirat, Zwangsheirat sowie Genitalverstümmelung bei Frauen und Mädchen beseitigen

SDG 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum

Ziel 8.6
Bis 2020 den Anteil  junger Menschen, die ohne Beschäftigung sind und keine Schul- oder Berufsausbildung durchlaufen, erheblich verringern. 

«Nachhaltige Entwicklung kann ohne Frieden und Sicherheit nicht verwirklicht werden, und Frieden und Sicherheit sind ohne nachhaltige Entwicklung bedroht.»
Agenda 2030

Armut und Gewalt sind eng verbunden: In den brasilianischen Favelas beispielsweise ist der Frust über Diskriminierung, Arbeitslosigkeit und fehlende Perspektiven ein Nährboden für Bandenkriminalität. Unter solchen Bedingungen haben sie es leicht, Jugendliche zu rekrutieren. Die alltägliche Gewalt verhindert eine nachhaltige Entwicklung dieser Gebiete.

Weltweit werden jedes Jahr rund 200’000 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 29 Jahren umgebracht, schätzt die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Damit ist Mord die vierthäufigste Todesursache für diese Altersgruppe. Die Zahl der wegen Gewaltdelikten verletzten Jugendlichen liegt um ein Vielfaches höher. https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/youth-violence

Banden, sogenannte Maras, haben sich die Städte El Salvadors untereinander aufgeteilt. In der Hoffnungslosigkeit bieten sie ihren Mitgliedern und Sympathisanten Schutz, Strukturen und vielen auch eine Ersatzfamilie. Wegen der Bandengewalt erklimmt El Salvador regelmässig die obersten Ränge der weltweiten Mordstatistiken.

Mitverantwortlich dafür ist die Regierung die repressiv gegen die Banden vorgeht und häufig Unschuldige trifft. Bei Jugendlichen reicht oft ein Tattoo oder ein Kleidungsstück, um in Verdacht zu geraten. Die Polizei muss hingegen auch bei willkürlichem und übertriebenem Eingreifen keine Sanktionen fürchten.

Banden in den brasilianischen Favelas ziehen Jugendliche in ihren Bann, setzen mit Gewalt ihre Interessen durch und verursachen Polizei-Einsätze. Die militarisierten Einsatzkräfte haben insbesondere schwarze Jugendliche unter Generalverdacht und eröffnen schnell das Feuer, auch in dicht besiedeltem Gebiet.

Bei Einsätzen der Polizei sterben darum regelmässig unschuldige Menschen. Es gibt ausserdem Hinweise auf illegalem Waffenhandel: Banden verübten einige Male Mordanschläge nachweislich mit Munition und Waffen aus Polizeibeständen.

In den Provinzen Valle de Cauca, Cauca und Nariño bekriegen sich Drogenbanden, Guerilla und Paramilitärs um die Vorherrschaft entlang der Drogenumschlagsroute. Immer wieder werden gezielt Morde an unschuldigen schwarzen und indigenen Jugendlichen verübt.

Der Staat klärt diese Delikte nur ungenügend oder gar nicht auf. Schlimmer noch, immer wieder verüben auch Angehörige der Armee Gewaltdelikte an Kindern und Jugendlichen.

SDG 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institution

Ziel 16.1
Alle Formen von Gewalt und die gewaltbedingte Sterblichkeit überall deutlich verringern.
Ziel 16.2
Missbrauch  und Ausbeutung von Kindern, den Kinderhandel, Folter und alle Formen von Gewalt an Kindern beenden.

«Nachhaltige Entwicklung kann ohne Frieden und Sicherheit nicht verwirklicht werden, und Frieden und Sicherheit sind ohne nachhaltige Entwicklung bedroht.»
Agenda 2030

Armut und Gewalt sind eng verbunden: In den brasilianischen Favelas beispielsweise ist der Frust über Diskriminierung, Arbeitslosigkeit und fehlende Perspektiven ein Nährboden für Bandenkriminalität. Unter solchen Bedingungen haben sie es leicht, Jugendliche zu rekrutieren. Die alltägliche Gewalt verhindert eine nachhaltige Entwicklung dieser Gebiete.

Weltweit werden jedes Jahr rund 200’000 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 29 Jahren umgebracht, schätzt die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Damit ist Mord die vierthäufigste Todesursache für diese Altersgruppe. Die Zahl der wegen Gewaltdelikten verletzten Jugendlichen liegt um ein Vielfaches höher. https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/youth-violence

Banden, sogenannte Maras, haben sich die Städte El Salvadors untereinander aufgeteilt. In der Hoffnungslosigkeit bieten sie ihren Mitgliedern und Sympathisanten Schutz, Strukturen und vielen auch eine Ersatzfamilie. Wegen der Bandengewalt erklimmt El Salvador regelmässig die obersten Ränge der weltweiten Mordstatistiken.

Mitverantwortlich dafür ist die Regierung die repressiv gegen die Banden vorgeht und häufig Unschuldige trifft. Bei Jugendlichen reicht oft ein Tattoo oder ein Kleidungsstück, um in Verdacht zu geraten. Die Polizei muss hingegen auch bei willkürlichem und übertriebenem Eingreifen keine Sanktionen fürchten.

Banden in den brasilianischen Favelas ziehen Jugendliche in ihren Bann, setzen mit Gewalt ihre Interessen durch und verursachen Polizei-Einsätze. Die militarisierten Einsatzkräfte haben insbesondere schwarze Jugendliche unter Generalverdacht und eröffnen schnell das Feuer, auch in dicht besiedeltem Gebiet.

Bei Einsätzen der Polizei sterben darum regelmässig unschuldige Menschen. Es gibt ausserdem Hinweise auf illegalem Waffenhandel: Banden verübten einige Male Mordanschläge nachweislich mit Munition und Waffen aus Polizeibeständen.

In den Provinzen Valle de Cauca, Cauca und Nariño bekriegen sich Drogenbanden, Guerilla und Paramilitärs um die Vorherrschaft entlang der Drogenumschlagsroute. Immer wieder werden gezielt Morde an unschuldigen schwarzen und indigenen Jugendlichen verübt.

Der Staat klärt diese Delikte nur ungenügend oder gar nicht auf. Schlimmer noch, immer wieder verüben auch Angehörige der Armee Gewaltdelikte an Kindern und Jugendlichen.

Unsere Partner

AllianceSud

Gemeinsamer politischer Think-and-Do Tank von neun Schweizer Entwicklungsorganisationen. der sich für gerechte Nord-Süd-Beziehungen und eine nachhaltige Entwicklung einsetzt.
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Plattform Agenda2030

Zusammenschluss von rund 50 Akteuren aus den Bereichen der Entwicklungszusammenarbeit, Umweltschutz, Gender, Frieden, nachhaltiges Wirtschaften sowie Gewerkschaften.
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Agenda 2030 als PDF

«Wir verpflichten uns, uns unermüdlich für die volle Umsetzung dieser Agenda bis im Jahr 2030 einzusetzen. Wir sind uns dessen bewusst, dass die Beseitigung der Armut in allen ihren Formen und Dimensionen, einschließlich der extremen Armut, die größte globale Herausforderung darstellt und eine unabdingbare Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung ist.»

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