Projekte in Kolumbien

Projekte in Kolumbien

Der bewaffnete Konflikt zwischen FARC Rebellen du Regierung wurde 2016 beendet. Damit ist es immer noch ein langer Weg bis zu einem wirklichen Frieden in Kolumbien. Aber es ist der Weg frei, dass gesellschaftliche Akteure mit dem Aufbau des Frieden beginnen. Die Partnerorganisationen von terre des hommes schweiz setzen sich aktiv für Frieden ein.

Eine Zukunft für Jugendliche auf dem Land​

In Kolumbien sind Bauernfamilien stark vom Bürgerkrieg betroffen. Tausende wurden bereits von bewaffneten Gruppierungen bedroht und gezwungen, ihr Land zu verlassen. Täglich kommen neue Vertriebene dazu. Unsere PartnerInnenorganisation ACA unterstützt Gruppen von jungen Bäuerinnen und Bauern, damit sie sich nicht vertreiben lassen und auf dem Land eine Perspektive haben.

Lebensperspektiven abseits von Kriminalität und Gewalt

Das Armutsviertel Aguablanca in Cali ist geprägt von der Gewalt des bewaffneten Konflikts in Kolumbien. Viele Jugendliche landen wegen fehlender Perspektiven in gewalttätigen Banden. Diese sind teilweise mit mafiösen oder paramilitärischen Gruppen in Verbindung und terrorisieren die Bevölkerung. Unsere Partnerorganisation Paz y Bien sucht das Gespräch mit diesen Jugendlichen und zeigt ihnen alternative Lebensmöglichkeiten auf.

Jugendliche suchen Alternativen zum Militär​

Seit Jahrzehnten tobt in Kolumbien ein bewaffneter Konflikt zwischen Militär, Paramilitärs und Guerilla-Gruppen. Das Militär braucht ständig neue Rekruten, so dass vielen Jugendlichen keine andere Option bleibt als der Rekrutierung Folge zu leisten. Immer mehr junge Männer versuchen jedoch sich dem Krieg und der Waffengewalt zu verweigern. Unsere Partnerorganisation ACOOC (Acción Colectiva de Objetoras y Objetores de Conciencia) setzt sich für das Grundrecht auf Kriegsdienstverweigerung ein.

Lebensalternativen für afrokolumbianische Jugendliche

Der bewaffnete Konflikt zwischen Militär, Paramilitärs und Guerilla ist im Departement Cauca stark ausgeprägt. Besonders die afrokolumbianischen Jugendlichen sind in der Gewaltspirale gefangen. Unsere Partnerorganisation UOAFROC (Unidad de Organizaciónes Afrocaucanas) unterstützt die betroffenen Jugendlichen bei der Verarbeitung ihrer traumatischen Erlebnisse, zeigt ihnen Alternativen zur Gewalt auf und stärkt ihre Identität.

Neue Perspektiven für gefährdete Kinder und Jugendliche

Die Millionenmetropole Medellín gelangte in den 1980-er Jahren zu trauriger Berühmtheit: Das Drogenkartell von Pablo Escobar kontrollierte weite Teile des globalen Kokainmarktes. Auch heute noch ist die Stadt von Drogen und Gewalt geprägt. Fehlende Zukunftschancen und Hoffnungslosigkeit treiben viele junge Menschen in den Drogenhandel. Unsere Partnerorganisation Corporación Platohedro bietet Jugendlichen in Medellín sinnvolle Freizeitbeschäftigung und leistet dadurch wichtige Präventionsarbeit.

Basisinformationen

Vereinfachte Landkarte von Kolumbien

Grösse: 1,1 Mio. km² (27 mal die Schweiz)

Einwohner: 49,1 Mio. (5,8 mal die Schweiz)

Human Development Index: 0.727 (Rang 95 von 185 Ländern)

Einkommensverteilung in %: 76,2 (0 = Gleichverteilung / 100% = eine Person hat alles)

Anteil Bevölkerung von 0 bis 24 Jahre: 43,3% (Schweiz: 26,5%)

Mordrate: 25 pro 100 000 Einwohner (Schweiz: 0,6)

Arbeitsschwerpunkt: Gewaltprävention

Projektkoordination

Anette Homlicher
Programmkoordination Nicaragua und Kolumbien
061 338 91 48 | Anette.Homlicher@terredeshommes.ch
Anette HomlicherProgrammkoordination Nicaragua und Kolumbien

061 338 91 48 | Anette.Homlicher@terredeshommes.ch

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