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8. März 2021

«Es gibt nur eine Welt und wir teilen uns sie»

Gabriela Wichser Foto ZVG By Samuel Rink
Gabriela Wichser Foto ZVG By Samuel Rink

Ist die Corona-Pandemie ein Treiber der sexuellen Gewalt gegen Mädchen und Frauen in Südafrika? Wie setzt terre des hommes schweiz das Querschnittsthema Gender in der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung um? Weshalb ist unsere Solidarität mit Jugendlichen im globalen Süden gerade jetzt besonders wichtig? Das grosse persönliche Interview zum Weltfrauentag am 8. März 2021 mit Gabriela Wichser, Leiterin Programme und Mitglied der Geschäftsleitung von terre des hommes schweiz.

Was Gabriela Wichser zu 50 Jahre Frauenstimmrecht in der Schweiz sagt, wie sie als powervolle Jugendliche mit Jahrgang 1980 politisiert wurde und, wofür sie bis heute einsteht.

«Ich lernte als Jugendliche, dass es ‘mega fägt’, gemeinsam etwas zu entwickeln und zu gestalten.»

Die Definition von Gender und, wie terre des hommes schweiz Geschlechtergerechtigkeit in ihrer Arbeit mit Jugendlichen im südlichen Afrika und in Lateinamerika angeht und umsetzt.

«Gender darf kein isoliertes Einzelthema sein, sondern ist ein Querschnittsthema, das den Wandel in der Gesamtgesellschaft herbeiführt.»

Weshalb terre des hommes schweiz am Weltfrauentag 2021 die grassierende sexuelle Gewalt gegen Frauen und Mädchen in Südafrika in der Coronakrise in den Fokus rückt.

«Das Kräftemessen ist nach wie vor das A und O südafrikanischer Männlichkeit.»

Warum unser Blick in der Coronakrise viel zu kleinräumig ist ‒ und wie wir Jugendliche weltweit unterstützen können, damit sie an der Welt von morgen mitbauen.

«Wir bekommen dieses Virus nicht in den Griff, wenn wir nicht allen Menschen Zugang zu einer Impfung ermöglichen.»


Die Geschlechtergerechtigkeit, für die sich terre des hommes schweiz weltweit einsetzt, ist auch bei uns keine Selbstverständlichkeit. Erst seit 1971 dürfen zum Beispiel Frauen in der Schweiz auf nationaler Ebene abstimmen und wählen. Was sagen Sie dazu?

Gabriela Wichser: Ich bin 1980 geboren und aufgewachsen zu einer Zeit, in der die Möglichkeiten für junge Frauen in der Schweiz weitgehend offenstanden. Dafür bin ich sehr dankbar. Gleichzeitig stelle ich fest, dass es noch ein weiter Weg ist bis zur tatsächlichen Gleichberechtigung der Geschlechter. Deshalb kämpfe ich für meine Kinder und ihre Freundinnen und Freunde, aber auch für alle anderen Kinder und Jugendlichen in der Welt, damit sie alle ihr Potenzial mit den gleichen Rechten und Chancen ausschöpfen können.

Als Jugendliche war mir nicht bewusst, was Frauen punkto Gleichberechtigung vor mir erkämpft hatten. Seit meiner politischen Sozialisierung während des Ethnologiestudiums erkenne einige Elemente in meiner Biografie wieder, die ich mit vielen Frauen meiner Generation teile. Ich bin auf dem Land aufgewachsen und ich ging ins Gymi, obwohl mein Vater meinte, ich solle doch etwas Handfestes und also eine Lehre machen statt dem Studium. Doch meine Mutter unterstützte meine Pläne. Ich hatte als Teenie viel Power und fand, ich mach das, was ich wichtig finde.

Wie zeigte sich Ihre Power als Jugendliche?

(Schmunzelt) Ich war ziemlich vielseitig aktiv. Ich habe ein Jugendhaus mitaufgebaut und wurde in den Vorstand gewählt. Ich leitete Kinderlager von Pro Juventute und war dort auch im Vorstand. Ich schrieb monatlich eine Jugendseite in der Lokalzeitung und ich spielte Volleyball in der oberen Liga und trainierte die Juniorinnen.

Waren Sie als Teenager auch politisch interessiert?

Ja, ich nahm an der Jugendsession in Bern teil. Ich lernte also bereits damals, dass es «mega fägt», gemeinsam etwas zu entwickeln und zu gestalten, das mir wichtig ist und am Herzen liegt. Ich hatte das grosse Glück in einem Umfeld aufzuwachsen, in dem ich mein Potenzial entfalten konnte und immer wieder positives Feedback für mein gesellschaftspolitisches Engagement erhielt. Das war motivierend und extrem wichtig für meinen weiteren Weg.

Dieses Glück bleibt unzähligen Mädchen und Frauen versagt. Gemäss Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation haben über ein Drittel der Frauen weltweit physische und oder sexuelle Gewalt durch ihren Partner oder andere Männer erfahren. Wie will die Agenda 2030 der UNO-Ziele für nachhaltige Entwicklung dieses komplexe und riesige Problem an der Wurzel anpacken und langfristig lösen?

Gender ist ein Querschnittsthema in allen 17 Nachhaltigkeitszielen. Bei der systematischen Einbeziehung der Geschlechterperspektive geht es auch, aber nicht nur um die Unterstützung und Förderung von Frauen. Ziel ist es, dass alle, Frauen und Männer, den gleichberechtigten Zugang in allen Lebensbereichen haben unabhängig von ihrem Geschlecht und weiteren Faktoren wie zum Beispiel Herkunft oder sozialer Status. Das ist die ganzheitliche Sichtweise des sogenannten Gendermainstreaming und das ist auch, was wir in der Programmarbeit von terre des hommes schweiz konsequent anwenden. Gleiche Rechte und Chancen für Frauen und für Männer ist in unserer gesamten Arbeit relevant.

Und wie manifestiert sich dieser Ansatz konkret?

Zunächst: Dass wir uns für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern einsetzen, bedeutet nicht, dass Mädchen wie Buben werden müssen. Sondern die Gleichberechtigung der Geschlechter bedeutet: Die Rechte, Pflichten und Chancen von Frauen und Männern gelten unabhängig von ihrem Geschlecht. Anders ausgedrückt: Gleichberechtigung bedeutet die faire Behandlung aller Menschen mit ihren jeweiligen Bedürfnissen. Dies kann Gleichbehandlung bedeuten oder in Bezug auf benachteiligte Gruppen zusätzliche Unterstützung.

In Bezug auf unsere Projektarbeit mit Jugendlichen im südlichen Afrika und in Lateinamerika bedeutet das: Ob Mädchen und junge Frauen in Südafrika, die Überlebende von sexueller Gewalt sind oder, ob junge Frauen und Männer in Brasilien, die keine Perspektiven für eine kleinbäuerliche Existenz sehen ‒ benachteiligte und verletzliche Jugendliche brauchen unsere Unterstützung und Begleitung.

Gleichzeitig ist es wichtig, dass wir alle anderen Mitglieder und Akteurinnen und Akteure der Gesellschaft für die ungleichen Machtverhältnisse sensibilisieren. Gleichstellung und Gendergerechtigkeit heisst auch, die bestehenden Rollenmuster der Geschlechter kritisch hinterfragen und sich im eigenen Umfeld aktiv für gleichberechtigte Beziehungen einsetzen ‒ in der Familie und in der Schule, am Arbeitsplatz oder in der Gemeinde.

Wir arbeiten deshalb in unseren Entwicklungsprojekten nicht nur mit weiblichen, sondern auch mit männlichen Jugendlichen zusammen. Oft ist es zentral, dass wir auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Mädchen und Jungs in separaten Gruppen eingehen. Wir regen sie also in getrennten Gruppen an, über ihr eigenes Verhalten nachzudenken, die sie von ihren Eltern und der Gesellschaft übernommen haben. So lernen sie die Vorteile der Geschlechtergerechtigkeit kennen, die sie später selbst leben und vorleben können.

Gender darf kein isoliertes Einzelthema sein, sondern ist ein Querschnittsthema, das den Wandel in der Gesamtgesellschaft herbeiführt.

terre des hommes schweiz unterstützt und stärkt Jugendliche mit der psycho-sozialen Methode, damit sie den Wandel in der Gesellschaft mit voranbringen. Doch junge Menschen können dies nicht allein stemmen.

Natürlich nicht, dazu braucht vielfältige Bestrebungen und vereinte Kräfte. Wir arbeiten deshalb wie erwähnt nicht nur mit Jugendlichen zusammen, sondern beziehen ihr gesamtes soziales Umfeld mit ein. Nur mit dem ganzheitlichen Ansatz kann sich langfristig der Wandel hin zu einer gerechteren und gleichberechtigten Gesellschaft vollziehen.

Die Machtzentren in einer Gesellschaft befinden sich meist ausserhalb der Gemeinden.

Selbstverständlich braucht es auch ein funktionierendes, demokratisches Justizsystem, sodass Gesetze dann auch tatsächlich zur Anwendung kommen. So zum Beispiel, wenn ein Mädchen daheim vergewaltigt wird – sofern wir dies überhaupt erfahren. In Lateinamerika zum Beispiel unterstützen wir junge Frauen, die sich für das Recht auf Abtreibung einsetzen. Es gibt immer noch viele Länder, in denen ein Schwangerschaftsabbruch strafbar ist. Im Projekt Las Mélidas in El Salvador unterstützen wir junge Frauen, die in öffentlichen, oftmals künstlerisch-kreativen Aktionen auf diesen Missstand aufmerksam machen und auf das Recht, als Frau über den eigenen Körper zu entscheiden.

In unseren Sustainable-Livelihood-Projekten für nachhaltige Lebensgrundlagen unterstützen wir nicht nur junge Männer, die ihr eigenes Geschäft aufbauen wollen. Auch junge Frauen sollen von unseren Ausbildungsprogrammen profitieren können, die zum Beispiel unsere Partnerorganisationen Centro Sabiá in Brasilien und Centro Aberto de Jesus in Mosambik anbieten.

Wie berücksichtigt terre des hommes schweiz die spezifischen Bedürfnisse von Mädchen und jungen Frauen in ihrer Entwicklungszusammenarbeit?

In vielen Kulturen ist es nach wie vor selbstverständlicher, dass junge Männer auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit die Unterstützung von ihren Familien und von der Gemeinde erhalten. Damit junge Frauen dieselben Chancen haben, arbeiten wir in unseren Projekten mit role models oder Vorbildern in der Peer-to-Peer-Arbeit mit Gleichaltrigen. Das sind dann junge Frauen, die zum Beispiel ihr eigenes Restaurant, ihre Pizza-Delivery oder einen Coiffeurladen aufgebaut haben oder Schweine halten und Bienen züchten. Durch ihre Vorbildrolle als «starke Mädchen» leisten sie einen Beitrag für kommende Generationen und ihre gleichaltrigen Freundinnen denken sich: Wenn die das kann, schaff ich das auch!

Am 8. März 2021, dem diesjährigen Weltfrauentag, lenkt terre des hommes schweiz die Aufmerksamkeit auf das Thema der geschlechtsspezifischen Gewalt, auf Englisch gender-based violence (GBV). Dabei rücken wir die Arbeit unserer südafrikanischen Partnerorganisation LifeLine in den Fokus. Welches sind die Gründe für die grassierende sexuelle Gewalt gegen Mädchen und Frauen in Südafrika und im südlichen Afrika?

Das ist eine Frage, die mich sehr beschäftigt, seitdem ich von 2008 bis 2016 als Programmkoordinatorin für terre des hommes schweiz im südlichen Afrika arbeitete. Ich habe diese Frage unseren Partnerorganisationen in Südafrika, Simbabwe und Mosambik immer wieder gestellt. Es ist nicht einfach, sie zu beantworten und es gibt auch keine abschliessende Antwort. Denn es sind sehr viele Faktoren, die zu der hohen Rate von geschlechtsspezifischer Gewalt im südlichen Afrika, insbesondere in Südafrika beitragen.

Eine zentrale Rolle spielen sicher kulturelle Werte und eine patriarchale Gesellschaft, in der Frauen weniger wert sind als Männer und in welcher Männer sich über ein machistisches Selbstbild definieren – das Kräftemessen ist nach wie vor das A und O südafrikanischer Männlichkeit.

Weitere relevante Faktoren sind die Perspektivlosigkeit vieler Menschen, die in Armut leben. Männer, die keine Möglichkeit haben, ihre Familien ausreichend zu ernähren und die es sich finanziell nicht leisten können, ihre Kinder zur Schule zu schicken, gelten als Versager ‒ und sie fühlen sich auch so. Sie genügen dem verinnerlichten Bild des allmächtigen Familienoberhauptes nicht und kommen sich wertlos vor. Ihr würdeloser Zustand führt zu grosser Frustration und die Antwort darauf ist häufig ein Ausbruch von Gewalt, meist innerhalb der eigenen Familie. GBV ist oft häusliche Gewalt, der Täter ist der Vater, der grosse Bruder oder der Onkel.

Kurz nach Ausbruch der Corona-Pandemie warnten Opferhilfestellen und NGOs vor einem Anstieg von Gewalt gegen Frauen. Existiert ein direkter Zusammenhang zwischen der Gesundheitskrise und Fällen von geschlechtsspezifischer Gewalt? Treibt die Pandemie die geschlechtsspezifische Gewalt in Südafrika in die Höhe?

Die Pandemie ist einerseits ein verbindender Faktor. Covid-19 macht vor niemandem Halt. Ob arm oder reich, gut oder schlecht ausgebildet – das Virus geht um die ganze Welt und macht vor niemanden Halt. Die weitreichenden Folgen der Pandemie betreffen uns alle.

Andererseits ist Corona aber auch ein trennender Faktor. Privilegiertere Gesellschaften und Schichten können es sich besser leisten, sich vor dem Virus zu schützen, denn sie haben mehr finanzielle Mittel und gesicherte Arbeitsplätze oder eine Erwerbslosenversicherung. In der Schweiz können wir uns auf ein funktionierendes und qualitativ hochstehendes Gesundheitssystem verlassen. Der Schulunterricht im Lockdown geht weiter, wenn auch im Homeschooling, und das Homeoffice verlegen wir kurzerhand ins Ferienchalet. Das gilt natürlich nicht für alle Menschen in der Schweiz und es ist auch nicht so, dass Corona einfach spurlos uns vorübergehen wird.

Doch wer in Ländern mit mittlerem und niedrigem Einkommen in Armut lebt, hat es in der Pandemie ungleich schwieriger. Wenn Kinder wegen des Lockdowns nicht mehr zur Schule können, fehlt ihnen die Hauptmahlzeit am Tag, die sie normalerweise dort erhalten. Mädchen und Frauen sind der Gewalt in der Familie ausgesetzt. Die Mehrheit der Erwachsenen, die im informellen Sektor arbeiten und von der Hand in den Mund leben, können nicht mehr für den Lebensunterhalt ihrer Familien aufkommen. Und wer am Virus erkrankt, hat oft nicht die notwendigen finanziellen Mittel, um zum Arzt oder zur Ärztin zu gehen.

Das Virus trifft uns also alle gleich und trotzdem gibt es eine grosse Ungleichheit zwischen dem globalen Norden und dem globalen Süden und zwischen jenen, die es haben und jenen, die es nicht haben.

Zusammengefasst lässt sich sagen: Corona vergrössert die Kluft zwischen Arm und Reich. Menschen, die in Armut leben sind häufiger von Gewalt betroffen und Menschen, die verletzlich sind oder in einer prekären Situation leben, werden in der Coronakrise noch stärker in die Armut getrieben. Es gibt also einen Zusammenhang zwischen Armut, Gewalt und der Gesundheitskrise.

Stimmt die Aussage, wonach die Pandemie in Südafrika zu mehr Fällen von geschlechtsspezifischer Gewalt führt?

Man kann sicher sagen, dass es in Südafrika in der Pandemie mehr Fälle von GBV gibt. Wir wissen von unserer südafrikanischen Partnerorganisation LifeLine, dass ihre Dienstleistungen und ihr Beratungsprogramm für Überlebende von geschlechtsspezifischer Gewalt seit Beginn der Pandemie viel öfters eingefordert werden und sie über alle Massen zu tun haben.

Es ist eine Zeit, in der viele Menschen in der Schweiz auf sich selbst zurückgeworfen sind. Wieso sollen wir Kopf und Herz ausgerechnet jetzt für die Situation von Menschen in anderen Ländern frei machen und die Arbeit von terre des hommes schweiz für Jugendliche in Lateinamerika und im südlichen Afrika unterstützen?

Das Coronavirus und aktuell die Verfügbarkeit von Impfstoff zeigen exemplarisch, worum es geht: Es gibt nur eine Welt und wir teilen uns sie.

Viele Staaten in Europa haben sich schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt Impfdosierungen gesichert. Inzwischen gibt es aber auch bei uns einen Engpass und wir überlegen uns in der Schweiz, wie wir Impfstoff zwischen den Kantonen hin- und herschieben können. Unser Blick ist viel zu kleinräumig. Wir bekommen dieses Virus nicht in den Griff, wenn wir nicht allen Menschen Zugang zu einer Impfung ermöglichen.

Genau gleich werden wir nicht in einer sicheren, friedlichen und gerechten Welt leben, bevor wir nicht die uns zur Verfügung stehenden Ressourcen gerecht verteilen und alle Menschen die gleichen Rechte und den gleichen Zugang haben. Die Welt ist heute derart verbunden. Wir leben nicht auf einer Insel in der Schweiz, sondern wir sind Teil eines miteinander verflochtenen, grossen Ganzen. Das verpflichtet, uns für unsere Mitmenschen einzusetzen.

Die Globalisierung bringt auch sehr viele positive Aspekte mit sich, zum Beispiel den Austausch untereinander. Wir können voneinander lernen, von der Vielfalt profitieren ‒ und früher oder später wieder verreisen. Doch das bringt auch Verantwortung mit sich: Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass alle an diesem «Glück», Wohlergehen und Wohlstand teilnehmen können.

Dasselbe gilt auch in Bezug auf die Geschlechtergerechtigkeit: Wir müssen nicht nur für die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungs in der Schweiz einstehen, sondern es gilt auch, dafür zu kämpfen, dass die Geschlechtergerechtigkeit auf der ganzen Welt Realität ist. Denn wir werden enorm davon profitieren – von dem grossen Potenzial, das Mädchen, junge Frauen und auch junge Männer im südlichen Afrika und auf der ganzen Welt haben. Dieses Potenzial kann sich aber nur entfalten, wenn wir willig sind, unseren Wohlstand mit anderen zu teilen.

Es gibt für mich persönlich nur einen Weg, zu dieser Welt beizutragen: Wir unterstützen die Benachteiligten und die Schwächsten, damit sie ihr eigenes Potenzial entdecken und ausschöpfen können. Nur so schaffen wir es, gemeinsam an einer guten Welt von heute und für morgen weiterzuarbeiten.

Interview: Anna Wegelin

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